Carl Orff

1895: Carl Orff wird am 10. Juli in München geboren. Er entstammt einer Offiziersfamilie.

ab 1900: Orff beginnt, sich für Musik zu interessieren. Er lernt Klavier, Violoncello und Orgel, und schon bald spielt er mit seiner Mutter vierhändige Klavierstücke. Auf diese Weise lernt er einige Opern kennen. Er beginnt auch zu komponieren und hält seine Werke auf Schiefertafeln fest - schon bald (1904) verfasst er Musikstücke für sein eigenes Puppentheater.

1911: Die ersten Werke Orffs, mehrere frühe Liedsammlungen, werden gedruckt.

1912: Orff komponiert sein erstes Chorwerk ("Also sprach Zarathustra") und eine Oper ("Gisei, das Opfer").

1913: Orff studiert an der Akademie der Tonkunst in München.

1915: Bei den Münchener Kammerspielen ist Orff als musikalischer Mitarbeiter tätig.

1917: Einberufung zum Militärdienst.

1920: Der damals bedeutende deutsche Komponist Heinrich Kaminski gibt Orff Kompositionsunterricht.

1924: Die Günther-Schule in München wird gegründet, Orff als musikalischer Leiter beschäftigt. Hier hat Orff erstmals die Möglichkeit, seine Vorstellung von Musiktheater (die enge Verbindung zwischen Musik, Wort und Bewegung) auf der Bühne zu realisieren.

1930: Orff veröffentlicht erste Publikationen seines Schulwerkes, zieht sie allerdings kurz darauf wieder zurück.

1937: Uraufführung der "Carmina Burana" in Frankfurt; hiermit setzt ein neuer Abschnitt in Orffs Leben ein, in dem er die Gültigkeit all seiner vorherigen Kompositionen abstreitet.

1943: In einer Inszenierung von Günther Rennert erlebt "Die Kluge" ihre Uraufführung in Frankfurt.

1954: Orff beginnt mit einer Neufassung seines Schulwerkes, das nun in unglaublicher Geschwindigkeit als Basis für eine moderne Musikerziehung in der ganzen Welt benutzt wird.

1955: Ehrendoktorat der Universität Tübingen anlässlich seines 60. Geburtstages.

1961: An der Akademie für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum" in Salzburg wird ein "Orffinstitut" gegründet.

1982: Gestorben am 29. März in München.

Andreas Döring, Arne Kovac