Der Inhalt

Dorfbarbier Lux versteht sich nicht nur aufs Haareschneiden, sondern er kuriert auch mit allerhand Mitteln, unter denen Schinken sich einer gewissen Universalität bei ihm erfreut. Er hat es auf sein schönes Mündel Suschen abgesehen, gerät daher ganz außer sich, als ihm sein Geselle Adam erzählt, dass der Pächtersohn Joseph hinter ihr her sei.

Als Lux Suschen seine Absichten verkündet, verabredet diese mit ihrem Liebsten Joseph und dem Schulmeister Rund einen Plan: Joseph soll tun, als hätte er aus Verzweiflung Gift genommen und als wolle er Suschen zur Erbin seines „unermesslichen“ Vermögens machen. Lux werde dann die doppelte Erbschaft schlucken wollen und zu allem bereit sein. Gesagt, getan! Joseph stellt sich vergiftet; in der Annahme, Suschens sicher zu sein, wenn sie Witwe sei, sorgt Lux eifrig dafür, dass aus Joseph, noch bevor er stirbt, und Suschen ein Paar werden.

In Gegenwart mehrerer Zeugen werden nun die beiden ohne Hindernisse von Seiten des Vormundes ein Paar. Als dies geschehen ist, verzehrt Joseph im Todesschlaf eine große Portion Schinken und ist plötzlich völlig gesund.

Lux schäumt vor Wut und möchte am liebsten die Heirat wieder rückgängig machen. Aber Schulmeister Rund weist ihn darauf hin, dass noch große Aufgaben auf ihn warten und dass er fortfahren solle, die Menschheit mit Schinkenkuren zu beglücken.

Thomas Krieger