Der Inhalt

Eine Hochzeitsgesellschaft befindet sich bei der Hauptspeise des Festessens. Die Mutter des Bräutigams tischt den Kabeljau auf, während der Vater der Braut alle Anwesenden an alten Geschichten teilhaben lässt. Die Stimmung ist gut, trotz gelegentlicher Sticheleien der Freundin der Braut, die mal gegen ihren Mann, mal gegen das Brautpaar zielen. Die Schwester der Braut findet inzwischen Gefallen am Sohn der Hausleute des Brautpaares.

Die Braut spricht voller Stolz über die vom Bräutigam selbst gezimmerten Möbel, während die Mutter schon Pudding mit Schlagsahne präsentiert, zubereitet mit drei Eiern, was den Freund des Bräutigams zu einem peinlichen Lachanfall reizt.

Nach und nach nimmt die oberflächliche Freundlichkeit erste Brüche an. Als der Mann eine Tischrede halten will, verbietet ihm seine Frau den Mund. Die darauf folgende Tischrede des jungen Mannes entlarvt der Mann als auswendig Gelerntes. Die Geschichten vom Vater werden immer unappetitlicher und verderben der Gesellschaft die Laune.

Als der selbstgezimmerte Schrank sich nicht öffnen lässt, rettet die Schwester zunächst die Situation, indem sie vorschlägt, man könne doch tanzen. Doch die spitzen Kommentare der Frau animieren den Bräutigam, mit ihr statt mit seiner Braut zu tanzen. Diese will nun ihrerseits mit dem jungen Mann tanzen, der eigentlich mit der Schwester das Tanzbein schwingen wollte.

Als sich nach dem Tanzen die Frau auf die Chaiselongue setzen will, knickt ein Bein ab; auch der Tisch hat beim Zurseiterücken Schaden genommen.

Als der Mann ein Lied singen will, vergisst er nach wenigen Takten den Text, beim nachfolgenden Tanz legen der Freund und die Braut - zur Verärgerung des Bräutigams - eine flotte Sohle hin.

Nachdem sich der Freund seine Hose an einem Stuhl kaputt gemacht hat, singt er die "Keuschheitsballade in Dur", durch deren Anzüglichkeiten sich die schlechte Stimmung immer weiter steigert. Die Schwester und der junge Mann werden knutschend von der Braut im Hausflur erwischt und immer mehr Stühle brechen auseinander, weil der - vom Bräutigam ebenfalls selbstgemachte - Leim schlecht war.

Als dann die Frau enthüllt, dass die Braut schwanger ist, wird sie von ihrem Mann gezüchtigt. Danach verlassen alle Gäste die verunglückte Feier.

Nach anfänglichem Streit kommt das Brautpaar dann doch noch zu seiner Hochzeitsnacht - im zusammenkrachenden Ehebett.

Thomas Krieger