Der Inhalt

Erster Akt

Eine heiße Sommernacht in New York: Wir befinden uns im Acht-Zimmer-Apartment von Oscar Madison, den vor einem halben Jahr Frau und Kinder verlassen haben. So sieht die Wohnung inzwischen auch aus: Überall schmutziges Geschirr, herumliegende Kleidungsstücke, alte Zeitungen, leere Flaschen. Wie jeden Freitag haben sich Vinnie, Roy, Bernie, Murray und Speed zum Pokerabend zusammengefunden - und finden sich allmählich mehr oder weniger gut mit dem Chaos in der Wohnung ab. Nur einer der Pokerfreunde ist bislang noch nicht erschienen: Felix Ungar. Wie sich durch ein Telefonat mit Frances - Felix' Frau - herausstellt, ist Felix losgezogen, um sich umzubringen.

Da schellt es an Oscars Wohnungstür: Es ist Felix. Zunächst tun alle so, als wüssten sie von nichts, doch als Felix aufgrund der Nichtbeachtung fast wieder gehen will, stellen ihn seine Freunde zur Rede. Felix berichtet verzweifelt davon, dass Frances sich von ihm getrennt hat. Als er sich wieder einigermaßen beruhigt hat, verlassen die Gäste die Pokerrunde - nicht ohne gute Ratschläge zu hinterlassen. Felix berichtet Oscar von seinem verkorksten Leben: Wie er mit seinem Ordnungswahn, seiner Hausstauballergie und seiner äußerst peniblen Art sich im wahrsten Sinne des Wortes aus seiner Ehe herausgepfeffert hat. Schließlich bietet Oscar Felix an, zu ihm zu ziehen. Im Gegenzug bietet Felix an, sich um den Haushalt zu kümmern. Während also Felix "noch rasch aufräumt" fängt Oscar schon beinahe an, sein Angebot zu bedauern.

Zweiter Akt

Zwei Wochen später: Wieder haben sich die Freunde zu einer Pokerpartie zusammengefunden. Doch dieses Mal ist die Wohnung pikobello aufgeräumt, nicht ein Staubkrümel ist zu sehen. Felix verteilt sorgfältig Servietten und Untersetzer. Die Pokerfreunde scheint auch dieses nicht zu begeistern: In drei Stunden wurde gerade mal vier Minuten gepokert. Schließlich verlassen alle nach und nach die Partie, nur Felix ist darüber verwundert.

Oscar bringt seine Wut über Felix' Verhalten zum Ausdruck, doch als Felix wieder in Depressionen zu verfallen droht, lenkt Oscar ein. Oscar kann Felix schließlich dazu überreden, ein Doppel-Rendezvous mit zwei Schwestern - eine geschieden, die andere verwitwet - zu akzeptieren. Zu Oscars Leidwesen soll dieses aber nicht in einem Restaurant stattfinden, Felix will lieber selber etwas kochen - um Geld zu sparen.

Ein paar Tage später ist es soweit: Das Rendezvous steht vor der Tür. Als Oscar nach Hause kommt, ist die Wohnung in perfektem Zustand. Doch Oscar ist eine Stunde zu spät. Grund genug für Felix, einen Familienkrach zu beginnen. Schließlich ist sein Rostbraten Wellington fertig und vertrocknet gerade im Ofen. Als dann die Mädels - Gwendolyn und Cecily - eintreffen, will Felix so schnell wie möglich zum Essen übergehen, während Oscar den beiden zunächst einen Drink anbietet. Während Oscar die Getränke nun in der Küche zubereitet, kommt zwischen Felix und den Gästen zunächst nur mühsam ein Gespräch zu Stande. Doch als sie schließlich auf Frances und die Kinder zu sprechen kommen, ist Felix in seinem Element. Tief betroffen spricht er von seiner Frau, den beiden Kleinen und seiner Wohnung - alles, was er hatte. Die Frauen sind im wahrsten Sinne des Wortes zu Tränen gerührt. Als Oscar aus der Küche zurückkommt, versuchen sich alle drei zusammenzureißen. Doch als Felix seinen verschmorten Braten - Holzkohle im Wert von 9 Dollar und 34 Cents - in Augenschein nimmt, ist es mit seiner Selbstbeherrschung endgültig vorbei. Gwendolyn und Cecily schlagen vor, sich in ihrer Wohnung zu treffen und gemeinsam etwas zu kochen, wovon Oscar sofort begeistert ist. Doch nachdem die Mädels schon vorgegangen sind, gibt Felix bekannt, dass er nicht mit kommt. Wütend geht Oscar alleine.

Dritter Akt

Der nächste Tag: Oscar spricht kein Wort mehr mit Felix - er musste den Mädels die ganze Nacht Felix' Lebensgeschichte erzählen. Felix versteht nicht, warum Oscar so aufgebracht ist. In dem anschließenden Streitgespräch, in dem Oscar zugibt, nach drei Wochen intensiven Zusammenlebens mit Felix am Rande eines Nervenzusammenbruchs zu stehen, kommt es schließlich dazu, dass Oscar Felix rauswirft. Felix geht, nicht ohne Oscar wissen zu lassen, dass für alles, was Felix nun zustößt, Oscar die Verantwortung trägt.

Oscar will gerade nachgeben, als Felix schon verschwunden ist - stattdessen kommt die Pokerrunde in die Wohnung. Dieser berichtet Oscar, dass er Felix rausgeworfen hat. Als dann die beiden Schwestern auftauchen und erklären, dass Felix nun bei Ihnen wohnt, ist für Oscar alles klar. Schließlich nimmt Felix den "Fluch" von Oscar und die beiden Männer vertragen sich wieder - zumindest wollen sie in der nächsten Woche wieder zusammen pokern.

Thomas Krieger