John Gabriel Borkman

Schauspiel in vier Akten von Henrik Ibsen

Deutsch von Julius Elias und Paul Schlenther

 

Aufführungen am 11. und 12. März 2016
in der Aula des Mädchengymnasium Borbeck,
Essen


 

16 Jahre ist es her, dass der Bankdirektor John Gabriel Borkman Gelder verspekuliert und damit nicht nur sich selbst, sondern auch viele Anleger in den Ruin gestürzt hat. Aus dem Gefängnis entlassen, lebt er nun im oberen Stockwerk einer Villa, die seit dem Bankrott seiner Schwägerin Ella Rentheim gehört. Die unteren Räume werden von seiner Frau Gunhild bewohnt, die ihrem Mann die Schmach des sozialen Absturzes noch immer nicht verziehen hat. Obwohl sie mit ihm unter einem Dach lebt, will sie ihn nicht mehr sehen – acht Jahre lang sind sie einander nicht begegnet. Sie hört immer nur seine ruhelosen, einsamen Schritte in den oberen Räumen. Gunhilds einziges Ziel ist es, sich Genugtuung zu verschaffen für den Verlust von Ehre und Vermögen. Ihr Sohn Erhard soll alles wieder gutmachen und den Namen Borkman reinwaschen. Mit Ehrgeiz und erdrückender Mutterliebe lenkt sie seine Geschicke. Doch auch ihre Schwester Ella möchte Erhard für sich gewinnen. Sie hatte den Neffen einst, als die Katastrophe über die Familie hereinbrach, zu sich geholt und aufgezogen. Eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen den Schwestern beginnt, in der alle alten Wunden wieder aufreißen. Denn schon einmal haben die beiden Frauen um einen Mann gekämpft: um John Gabriel …