Leben des Galilei

Schauspiel in fünfzehn Bildern von Bertolt Brecht

Musik von Hanns Eisler

 

 

Aufführungen am 19. und 20. Mai 2006
in der Aula des Mädchengymnasium Borbeck,
Essen

 

 

 

Galileo Galilei ist Physiklehrer an der Universität von Padua in der Republik Venedig, wo er für einen Hungerlohn arbeitet, dafür aber frei von der Inquisition forschen kann. Durch einen neuen Schüler erfährt er von einer Erfindung, dem Teleskop. Das Teleskop auf den Himmel richtend macht er bahnbrechende Entdeckungen die Sternwelt betreffend, die seine These untermauern, welche besagt, dass das alte Weltbild, nach dem sich die Sonne um die Erde dreht, nicht mehr haltbar ist. Begünstigt durch seine neuen Forschungsergebnisse ist seine Bewerbung am Florentiner Hof erfolgreich, wo er fortan in Ruhe seiner Forschung nachgehen kann. Obwohl der Hauptastronom des Vatikan Galileis Entdeckungen bestätigt, erklärt das Heilige Offizium wenig später seine Lehre für ketzerisch und verbietet ihre weitere Verbreitung. Acht Jahre später besteigt nach dem Tod des alten Papstes ein Kardinal, der auch Mathematiker ist, den Stuhl Petri. Beflügelt von dieser Nachricht nimmt Galilei seine niedergelegte Forschung über das neue Weltbild wieder auf, in dem Glauben, eine neue Zeit sei angebrochen ...