Erster Akt
Emily French wurde ermordet. Sie war eine unverheiratete Dame und lebte bis auf eine ältere Haushälterin - Janet McKenzie - allein in einem Haus in Hampstead. Am Abend des 14. Oktobers kehrte die Haushälterin um elf Uhr in das Haus zurück und entdeckte, dass offenbar jemand eingebrochen war und ihre Herrin mit einem Schlag auf den Hinterkopf getötet hatte.
Der junge Leonard Vole gerät bald ins Visier der Ermittler, schließlich ist er laut dem erst wenige Tage vor dem Mord geänderten Testamentes der Haupterbe des Vermögens, das sich auf rund 85.000 Pfund beläuft. Aufgrund einer Zeitungsanzeige meldet sich Leonard bei der Polizei, um bei der Aufklärung des Verbrechens zu helfen. Leonards Frau Romaine - eine aus Deutschland stammende Schauspielerin - befürchtet jedoch, dass die Polizei auf die Idee kommen könnte, ihr Mann hätte etwas mit der Sache zu tun.
Also sucht Leonard den Anwalt John Mayhew und den Verteidiger Sir Wilfrid Robarts auf, die sich des Falles annehmen. Leonard erzählt den beiden, wie er zufällig die Bekanntschaft von Miss French gemacht hat und wie er sie seitdem öfters besucht hat - auch am Abend des Mordes. Er sei jedoch zum Zeitpunkt des Todes schon wieder zu Hause gewesen. Doch nur seine Frau kann das bestätigen. Und ob die Geschworenen einer Ehefrau glauben würden? Tatsächlich erscheint am selben Abend noch Inspektor Hearne vom New Scotland Yard, um Leonard zu verhaften.
Während Sir Wilfrid und Mayhew noch beraten, wie sie die Verteidigung des naiven jungen Mannes angehen wollen, erscheint Leonards Ehefrau Romaine. Doch statt ihrem Mann ein klares Alibi zu geben, macht sie ausschließlich zweideutige Angaben und erklärt, dass sie gar nicht Leonards Frau sei, da sie schon verheiratet war, als dieser sie seinerzeit aus dem russischen Sektor geholt hat. Mit dieser Aussage lässt Romaine die beiden Männer verwirrt und ratlos zurück. Was wird sie im Gerichtssaal als Zeugin aussagen?
Zweiter Akt
In der Gerichtsverhandlung tritt Sir Wilfrid gegen seinen alten Rivalen Staatsanwalt Myers an. Zunächst gelingt es Sir Wilfrid auch, Myers durch Unterbrechungen und Einsprüche regelmäßig zu stören. Als dann die Haushälterin Miss McKenzie aussagt, wird allen Anwensenden klar, wie feindschaftlich das Verhältnis zwischen ihr und dem Angeklagten war. Hatte etwa auch sie ein Motiv für die Tat? Gemäß dem vorherigen Testament von Emily French war sie die Haupterbin, vielleicht wollte sie sich auf diese Weise bei ihrer Herrin rächen.
Der Höhepunkt der Verhandlung ist aber die Vernehmung von Romaine. Diese sagt aus, dass Leonard zur Tatzeit nicht zu Hause war, sondern später am Abend mit Blutflecken auf den Hemdsärmeln nach Hause gekommen sei. Er hätte sie zur Flaschaussage gezwungen.
Damit bricht für den Angeklaten endgültig sein Alibi zusammen. Die einzige Hoffnung für Sir Wilfrid ist nur noch das sympathische Auftreten von Leonard. Doch Mr. Myers nimmt den Beschuldigten derart in die Mangel, dass kaum noch jemand von seiner Unschuld überzeugt ist.
Dritter Akt
Zurück in seinem Büro ist Sir Wilfrid außer sich. Durch Romaines Aussage wird Leonard schwer belastet. Doch welchen Grund sollte sie dafür haben? Da erscheint eine Frau, die Briefe von Romaine zum Verkauf anbietet. Liegen in diesen Briefen die Gründe für das Verhalten von Romaine?
Wird es Sir Wilfrid noch gelingen, vor dem Urteilsspruch der Geschworenen diese Briefe dem Gericht zu präsentieren? Und wird dieses reichen, um den Angeklagten freizubekommen?
Aber auch dies bleibt nicht die letzte Wendung in diesem spannenden Gerichtsdrama... An dieser Stelle soll jedoch mehr zum Inhalt nicht verraten werden!