Der Inhalt

Galileo Galilei ist Physiklehrer an der Universität von Padua in der Republik Venedig, wo er für einen Hungerlohn arbeitet, dafür aber frei von der Inquisition forschen kann.

Er lebt zusammen mit seiner Tochter Virginia sowie seiner Haushälterin Frau Sarti und deren Sohn Andrea, der schon im Alter von elf Jahren Galileis Schüler ist. Durch seinen neuen Schüler, Ludovico Marsili, den Sohn einer reichen Gutsherrenfamilie, der sich später mit Galileis Tochter verlobt, erfährt er von einer Erfindung, dem Teleskop, welches er der Republik in verbesserter Form als sein eigenes Werk präsentiert und so eine Gehaltserhöhung erlangt.

Das Teleskop auf den Himmel richtend macht Galilei bahnbrechende Entdeckungen die Sternwelt betreffend, die seine These untermauern, welche besagt, dass das alte Weltbild, nach dem sich die Sonne um die Erde dreht, nicht mehr haltbar ist.

Begünstigt durch seine neuen Forschungsergebnisse ist seine Bewerbung am Florentiner Hof erfolgreich, wo er fortan in Ruhe seiner Forschung nachgehen kann, auch wenn die übrigen Wissenschaftler ihm mit Misstrauen begegnen und nicht dazu bereit sind, sich Galileis Entdeckungen zeigen zu lassen.

Obwohl der Hauptastronom des Vatikans Galileis Entdeckungen bestätigt, erklärt das Heilige Offizium wenig später seine Lehre für ketzerisch und verbietet ihre weitere Verbreitung.

Acht Jahre später besteigt nach dem Tod des alten Papstes ein Kardinal, der auch Mathematiker ist, den Stuhl Petri. Beflügelt von dieser Nachricht nimmt Galilei seine niedergelegte Forschung über das neue Weltbild wieder auf, in dem Glauben, eine neue Zeit sei angebrochen. Um sein Gedankengut im Volk populär zu machen, verfasst er sein neustes Werk in der Umgangssprache und nicht mehr in Latein, wie es früher üblich war. Durch diesen Schritt zerstört er das Glück seiner Tochter, da ihr Verlobter Ludovico gar nicht damit einverstanden ist, dass sein zukünftiger Schwiegervater sich gegen die Lehre der Kirche wendet. Er verlässt wütend Galileis Haus und sieht Virginia niemals wieder.

Galileis Werk in der Sprache des Volkes verfehlt seine Wirkung, denn die daraus resultierenden Pamphlete gegen die Bibel und die Unruhe gegen die Kirche gehen Galilei zu weit. Diese Entwicklung ruft die Inquisition der Kirche auf den Plan, die Galilei festnehmen lässt und zum Widerruf seiner Lehre zwingen will. Was Galilei noch nicht weiß, ist, dass der Papst selber angeordnet hat, dass Galilei kein Leid zugefügt werden dürfe, sondern dass man ihm lediglich die Folterinstrumente zeigen solle. Aus Furcht vor körperlichem Schmerz widerruft Galilei seine Lehre. Seine Schüler, besonders Andrea, wenden sich schwer erschüttert durch diese Nachricht von ihm ab.

Galilei steht bis ans Ende seines Lebens unter Bewachung der Kirche, die ihm zwar erlaubt, wissenschaftlich zu arbeiten, aber all seine Werke sicher wegschließt.

Eines Tages kommt sein einstiger Schüler Andrea Sarti zu Besuch, der den Auftrag erhalten hat, sich nach Galileis Wohlbefinden zu erkundigen. Ihm offenbart Galilei, dass er hinter dem Rücken seiner Bewacher eine Abschrift seines Hauptwerkes, den Discorsi, verfertigt hat. Für Andrea ändert dies alles, da er der Meinung ist, dass in der Wissenschaft allein der wissenschaftliche Beitrag zählt. Davon überzeugt, dass dies eine neue Physik begründen wird, verlässt er seinen alten Meister, um in Holland frei und sicher von der Inquisition arbeiten zu können.

Tim Meier