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Mein Freund Harvey

Komödie in drei Akten von Mary Chase

Deutsch von Alfred Polgar

Original-Titel: Harvey

Aufführungen am 30. September und 1. Oktober 2016
in der Aula des Mädchengymnasium Borbeck,
Essen

Elwood P. Dowd ist ein liebenswerter Herr mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat, unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbar-sichtbaren Freund und Trinkbruder Harvey. Die zunächst alles geduldig ertragende Verwandtschaft von Elwood gerät schließlich über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey, den sie schon selbst zu sehen meint, in Verzweiflung und beschließt, Elwood in eine Heilanstalt zu bringen, ihn zu enterben und ohne ihn und seinen Freund wieder ein „normales“ Leben zu beginnen. Die stets anhaltende Liebenswürdigkeit des Mr. Dowd entwaffnet aber alle, selbst den berühmten Chefpsychiater, der schließlich selbst den großen Hasen sieht. Kurz vor der Verabreichung der ernüchternden Injektion trifft die Familie eine Entscheidung … Doppeltes Jubiläum: Als 50. Stück zum 25-jährigen Jubiläum zeigt das TheaterLaien die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Komödie von Mary Chase!

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Unser Spielplan zeigt Ihnen unsere kommenden Aufführungen.
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Inhalt

Erster Akt

Um für ihre Tochter Myrtle Mae endlich einen passenden Ehemann zu finden, veranstaltet Veta Louise Simmons einen Empfangstee für die Mitglieder des Mittwochsforums. Dabei ist sie penibel darauf bedacht, dass der Hausherr, ihr Bruder Elwood P. Dowd, nicht anwesend ist. Doch als sich gerade Mrs. Chauvenet zu den Gästen gesellt, taucht auch Elwood auf; und, wie von Veta befürchtet, nicht allein, sondern in Begleitung seines unsichtbaren Freundes Harvey, den er auch sogleich Mrs. Chauvenet vorstellt. Diese ergreift angesichts dieser Situation auch völlig irritiert und verängstigt die Flucht. Auf diese Art haben Veta und Myrtle schon viele Freunde verloren, und so fasst Veta einen Entschluss.

Sie sucht das Sanatorium Chumley auf, um ihren Bruder dort dauerhaft unterzubringen. Doch als sie Dr. Sanderson, dem Assistenten von Chefpsychiater Dr. Chumley, von Harvey, dem unsichtbaren weißen Hasen und ständigen Begleiter ihres Bruders, berichtet und schließlich sogar gesteht, eben diesen Hasen zuweilen selbst zu sehen, weist Sanderson nicht Elwood, sondern Veta ein. Dr. Sanderson entschuldigt sich bei Elwood für die Unannehmlichkeiten; dieser nimmt die Nachricht überraschend gelassen auf und lädt im Gegenzug Dr. Sanderson und Oberschwester Kelly für den Abend zu einem Drink ein. Nachdem Elwood sich verabschiedet hat, entdeckt Dr. Chumley zufällig einen Hut mit zwei Löchern. Zwei Löcher, die ein Hase braucht, um seine beiden Ohren durch eben diese Löcher stecken zu können. Dr. Chumley ist außer sich: Sein Assistent hat nicht nur die falsche Person interniert, sondern auch den tatsächlich Kranken entkommen lassen. Chumley entlässt Dr. Sanderson und macht sich mit seinem Mitarbeiter Marvin Wilson auf die Suche nach Elwood P. Dowd.

Zweiter Akt

Familienanwalt Omar Gaffney, der von Veta aus dem Sanatorium heraus angerufen wurde, findet in Elwoods Haus nur Mytrle vor, die gerade einen Interessenten für das Anwesen empfangen hat, um dieses zu verkaufen. Plötzlich erscheint die völlig konsternierte Veta, die von den ungeheuerlichen Vorfällen im Sanatorium berichtet. Sie möchte mit dem gesamten Sanatorium, insbesondere mit Dr. Sanderson, nichts mehr zu tun haben und beauftragt Gaffney, eine Klage vorzubereiten. Als Veta sich zurückgezogen hat, tauchen Dr. Chumley und Wilson auf, die sich noch immer auf der Suche nach Elwood befinden. Während Chumley und Gaffney nun das Gespräch mit Veta suchen, nähert sich Wilson der nicht abgeneigten Myrtle. Unbemerkt von den Anderen taucht Elwood auf, hängt ein neu geliefertes Gemälde von Harvey auf und verschwindet Richtung „Moes Taverne“. Gerade als das Gemälde von Veta und Chumley entdeckt wird, ruft Elwood an; er ist auf der Suche nach Harvey. Chumley will Elwood nach Hause locken, doch dieser berichtet, dass Harvey gerade die Kneipe betritt, und legt auf. Sofort macht sich Chumley auf, um Elwood in „Moes Taverne“ zu treffen.

– Pause –

In Chumleys Sanatorium packt Dr. Sanderson seine Sachen – sobald Elwood wieder aufgetaucht ist, will er verschwinden. Überraschenderweise tritt Elwood plötzlich alleine ein. Sanderson, Kelly und Wilson befragen ihn nach dem Verbleib von Dr. Chumley, doch Elwood gibt nur an, er hätte sich mit ihm und Harvey in „Moes Taverne“ getroffen und als er gerade eine weitere Runde an der Bar bestellen wollte, waren beide plötzlich verschwunden. Während Sanderson und Kelly Elwood überreden, zunächst bei ihnen im Sanatorium zu bleiben, lassen sie Wilson zurück. Da taucht unerwartet ein völlig zerstreuter Chumley auf, offenbar von Harvey verfolgt, und schließt sich in seinem Büro ein.

Dritter Akt

Nachdem Harvey Chumley in dessen Büro gefolgt ist, ruft letzterer Wilson zu Hilfe. Da erscheinen auch Gaffney und Mytrle, die dringend mit Chumley sprechen wollen. Gaffney berichtet, dass Veta zu Protokoll gegeben hat, Harvey gesehen zu haben, und fragt Chumley um dessen professionelle Meinung. Chumley ist sich nicht mehr sicher, was er glauben soll. Er stellt Dr. Sanderson wieder ein und beauftragt bei ihm eine Diagnose. Der empfiehlt eine Schockbehandlung. Während noch darüber diskutiert wird, ob die Schockbehandlung durchzuführen sei, tritt Elwood ein. Dr. Chumley möchte gerne mit Elwood unter vier Augen sprechen. Beide unterhalten sich über Harvey, und Elwood berichtet über die erste Begegnung mit dem Hasen und über die Wunder, die Harvey vollbringen kann. Während Chumley davon träumt, welche Wünsche Harvey für ihn erfüllen kann, will sich Elwood von Dr. Sanderson verabschieden. Chumley berichtet Elwood, dass Veta ihn einliefern lassen wollte, und erklärt, dass Dr. Sanderson nicht sein Freund ist. Doch Elwood empfindet keine Empörung oder Wut, worüber Chumley überrascht ist. Elwood erklärt, er habe sich schon vor Jahren für den friedliebenden Weg entschieden.

Nach erneuter Diskussion über die Behandlung von Elwood überredet schließlich Veta, die aufgetaucht ist, um ihm seinen Bademantel zu bringen, ihren Bruder, die Behandlung durchführen zu lassen. Während Elwood in Dr. Sandersons Büro auf die Injektion wartet, taucht der Taxifahrer E. J. Lofgreen auf, der nachschauen will, wo Veta abgeblieben ist. Er berichtet von den vielen Menschen, die er schon zum Sanatorium gefahren hat, und wie glücklich diese auf der Hinfahrt waren. Auf der Rückfahrt aber – nach erfolgter Behandlung – seien alle die gleichen normalen Menschen gewesen. „Und Sie wissen, was das für ein schäbiges Gesindel ist“. Da besinnt sich Veta eines Besseren und lässt die Behandlung abbrechen, um mit Elwood – und Harvey – wieder nach Hause zu fahren.

Thomas Krieger

Fotos

Besetzung

INSZENIERUNG UND BÜHNENBILDThomas Krieger
GESAMTLEITUNGKlaudia Henke-Albert
  
ELWOOD P. DowdTim Meier
VETA Louise Simmons, seine verwitwete SchwesterSigrid Schanze
MYRTLE Mae, deren TochterMarthe Herchert
Omar GAFFNEY, Anwalt der Familie DowdJörg Heikaus
Dr. William R. CHUMLEY, PsychiaterRobert Beilstein
BETTY Chumley, seine FrauFenja Steffen
Dr. Lyman SANDERSON, PsychiaterMarco Heckhoff
Ruth KELLY, Oberschwester des SanatoriumsAnika Winter
Marvin WILSON, Angestellter des SanatoriumsFelix von der Heide
MRS. Ethel CHAUVENETBirgit Hemmer
MRS. Grayce MILLSJanine Cresnik
E. J. LOFGREEN, Taxi-ChauffeurOliver Schürmann
MARIE, HausmädchenOlga Reißig
Clem BEVANS, Pförtner des SanatoriumsThomas Krieger
  
BELEUCHTUNG und TONBurkhard Angstmann
SOUFFLEURThomas Krieger
MALEREIENJanine Cresnik
BAUTENJörg Heikaus, Roman Henke
KOSTÜMETim Meier
REQUISITEDaniel Reißig
MASKEJanine Cresnik, Julia Thelen
ABENDKASSE und BREZELVERKAUFJulia Albert, Ingeborg Billen, Willi Billen, Klaudia Henke-Albert, Britta Köster, Susanne Köster, Nadine Müller

Autor

Mary Chase

Mary Agnes McDonough Coyle Chase wurde am 25. Februar 1907 in Denver geboren.

Ihre Mutter Mary Coyle war irischer Abstammung, ebenso ihre vier Onkel Timothy, James, John und Peter, was die Liebe der Autorin zur irischen Mythologie erklärt. Von ihr lernte sie Geschichten über Banshees – weibliche Todesgeister –, Lepaichuuns – kleine grüne Feen – und Pukas – Geisterwesen in Tiergestalt –, die sich in ihren späteren Geschichten wiederfinden.

Ihre Zeit in Denvers Schulen brachte ihr „die besten Noten für Fleiß und die schlechtesten für Betragen“ ein, wie sie selbst einmal sagte. Sie galt als Leseratte. Mit 15 Jahren beendete sie erfolgreich ihre Schulausbildung und studierte an der University of Colorado at Boulder und an der University of Denver. Danach schrieb sie Artikel über aktuelle gesellschaftliche Neuigkeiten bei einer der ältesten Zeitungen Denvers, den Rocky Mountains-News.

1928 heiratete sie ihren Kollegen Robert Lamont Chase. Aus der Ehe gingen mit Michael, Colin und Barry Jerome drei Kinder hervor. Ab 1931 arbeitete sie, als Hausfrau und Mutter, nur noch als freie Mitarbeiterin für die Zeitung und begann sich in ihrer Arbeit auf Theaterstücke zu konzentrieren.

Nach den zwei kaum beachteten Stücken Me Third (1937), das später am Broadway unter dem Titel Now You’ve Done It floppte, und Chi House (1939) gelang ihr 1944 mit dem Stück Mein Freund Harvey der Durchbruch, für das sie 1945 auch den „Pulitzer-Preis für Theater“ erhielt. Allein in New York wurde das Stück zwischen dem 1. November 1944 und dem 15. Januar 1949 1.775 Mal aufgeführt. Für zwei Verfilmungen (1950 und 1972 jeweils mit James Stewart in der Hauptrolle) schrieb sie das Drehbuch. Ihr Wunsch war es, mit dieser Komödie einige glückliche Momente in den Alltag der im Krieg lebenden Amerikaner zu zaubern.

Unmittelbar nach dem Erfolg mit Harvey versuchte sie, mit dem Stück Next Half Hour hieran anzuknüpfen, jedoch floppte auch dieses Stück.

Insgesamt schrieb sie mehr als ein Dutzend Komödien, die am Broadway als erfolgreiche und beliebte Theaterstücke aufgeführt wurden. In ihren Satiren orientierte sie sich am „american way of life“. Ihr größter und populärster Erfolg blieb aber Harvey.

Mary Chase starb am 20. Oktober 1981 in Denver an einem Herzinfarkt, während sie an der Musicaladaption von Harvey arbeitete.

Thomas Krieger

Aus dem Programmheft

Foyer

Liebes Publikum,

Vorhang auf für unser 25-jähriges Bühnenjubiläum und das 50. Stück unserer Vereinsgeschichte! Dafür haben wir uns natürlich auch etwas Besonderes ausgedacht und freuen uns, Ihnen die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Komödie Mein Freund Harvey von Mary Chase präsentieren zu dürfen!

Über fünf Monate Probenzeit liegen hinter dem Regisseur und den Darstellern und daher ein dickes Dankeschön an Thomas, Tim, Sigrid, Marco, Robert, Marthe, Anika, Felix, Jörg, Fenja, Birgit, Oliver, Olga und Janine!

Wie immer findet ein Teil der Arbeit natürlich auch hinter den Kulissen statt. Ich möchte mich daher auch bei Daniel für die Beschaffung der Requisiten, bei Tim für die Sorge um die Kostüme und bei Jörg und Roman für den Bühnenbau bedanken! Danke auch an die Maske, die Souffleure, die Beleuchtung und die fleißigen Bienchen im Vorraum der Aula.

Außerdem freuen wir uns immer wieder darüber, dass wir in den Genuss der Nutzung der Aula und Klassenräume des Mädchengymnasiums Borbeck inklusive der Betreuung durch die Hausmeister, Herrn Prinz und Herrn Rukart, kommen. Auch für die Nutzung des Jugendkellers der Filialkirche St. Franziskus während der Ferienzeiten sind wir sehr dankbar. Ein weiteres Dankeschön geht an die Sparkasse Essen und die RWE Deutschland AG für die großzügige finanzielle Unterstützung unseres Vereins.

Was unsere Fotos angeht, so haben wir uns für unser Jubiläums-Stück nicht lumpen lassen und professionelle Hilfe in Anspruch genommen. Daher ein herzliches Dankeschön an Frau Plümacher und den Rest des Teams vom Fotostudio Mikus für das tolle Shooting und den reibungslosen Ablauf! Und natürlich auch vielen lieben Dank an unsere örtlichen Zeitungen sowie Borbeck.de und Radio Essen für die Unterstützung bei der Verbreitung unserer Informationen über unser aktuelles Theaterstücks.

Zu guter Letzt auch an Sie, liebe Zuschauer, ein herzliches Dankeschön für Ihren heutigen Besuch unseres Theaterstücks. Ihr Applaus ist der Lohn für unseren Einsatz und daher freuen wir uns, dass Sie hier sind, und hoffen, dass Ihnen unsere Darbietung gefällt.

Für unsere Aufführung wünsche ich uns allen nun viel Spaß! Herzlich Willkommen! Schön, dass Sie da sind!

Ihre Klaudia Henke-Albert

Eine Komödie mit Herz

Herbst ist Komödien-Zeit beim TheaterLaien. So hat es sich spätestens seit 2005 eingebürgert. Und seit dieser Zeit gab es vom Prinzip her zwei Arten von Komödien zu sehen: Komödien, die ihren Witz daraus bezogen, dass sie alltäglich Bekanntes aufs Korn nahmen (hierzu würde ich Komödien wie An allem war’n die Pillen schlud! und Feenzauber zählen) und die „englischen Komödien“, die vor allen durch viel Tempo und absurde Überspitzung überzeugten (hierzu zähle ich Stücke wie Der nackte Wahnsinn oder Wie wär’s denn, Mrs. Markham?). Doch in diesem Herbst präsentleren wir Ihnen eine Komödie, die in keine der genannten Rubriken passt.

So ist es unter diesem Aspekt eine etwas ungewöhnliche Komödie, die wir dieses Mal auf dem Spielplan haben, und das nicht nur, weil die Titelfigur unsichtbar ist.

Man kann sicherlich über die eine oder andere Situation lachen, wie es sich bei einer Komödie gehört, doch wie viel Ernsthaftigkeit steht denn hinter diesem Stück? Das haben wir uns nicht nur bei den Proben gefragt, diesen Fragen habe ich mich im Vorfeld als Regisseur auch gestellt. Tim Meier beschrieb dieses Komödie treffend als ein Stück „mit Herz“. Und in der Tat scheint mir diese Beschreibung die treffendste zu sein.

Denn bei aller Komik, die in einzelnen Szenen zu Tage tritt, ist es vor allem die Figur des Elwood P. Dowd, die diese Komödie zu einer Besonderen macht. Elwood ist nicht einfach liebenswürdig. Natürlich ist es irritierend und verstörend, wenn Elwood immer wieder mit Harvey, seinem unsichtbaren Freund, Kontakt hält. Und wenn man sich darauf  einlässt, kann man seinen Verwandten eigentlich gar nicht böse sein, dass sie das Zusammenleben mit Elwood nicht aushalten können. Wen würde es nicht in den Wahnsinn treiben, wenn jemand immer wieder mit der „Luft“ spricht?

Aber Elwood bleibt immer liebenswürdig. Egal, wie sich die Situation um ihn herum verschärft, egal, wer oder was gegen ihn zu sein scheint, Elwood ist und bleibt einfach niemandem böse. Und so kann man auch ihm nicht böse sein.

Und was ist mit Harvey? Gibt es ihn womöglich wirklich? Diese Frage müssen Sie als Zuschauer für sich beantworten, denn als Regisseur lasse ich sie offen – oder vielleicht auch nicht.

In seiner Herzlichkeit bleibt aber das Stück um Harvey und Elwood in jedem Fall einmalig beim TheaterLaien.

Thomas Krieger

Zitate aus der Probenarbeit

Thomas Krieger:
„Das mit dem Sitzen ist ja nur symbolisch gemeint.“

Thomas Krieger:
„Du kannst das Gesicht mitnehmen, wenn Du Dich umdrehst.“

Sigrid Schanze:
„Ich bin raus …“ –
Tim Meier:
„Egal. Weiterspielen!“

Tim Meier (zu Thomas Krieger):
„Was Du da von mir willst, ist unmöglich, aber ich mach es so, dass es Dir gefällt.“

Fenja Steffen (in ihrer Rolle):
„Ich kann es kaum erwarten, zu spät zu kommen!“

Presse

Erstklassiges Ensemble, lustiger Plot

TheaterLaien zeigten „Mein Freund Harvey“

Ein Doppeljubiläum gab es beim Ensemble des TheaterLaien: Am Freitag und Samstag brachten die Schauspieler mit Mary Chases Komödie „Mein Freund Harvey“ ihr 50. Stück auf die Bühne und feierten damit einmal mehr ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Die erstklassige Besetzung und originelle Geschichte lösten beim Publikum Begeisterung aus.

Veta Louise Simmons und ihre Tochter Myrtle Mae wohnen bei Vetas Bruder Elwood P. Dowd.

Obwohl er eigentlich ein sehr freundlicher Mann ist, macht er den beiden Frauen das Leben schwer, da einen unsichtbaren Freund hat: Den 1,80 Meter großen Hasen Harvey, den er zum Leidwesen seiner weiblichen Verwandtschaft auch allen Menschen, die er trifft, vorstellt und damit Vetas Bekanntschaften und Myrtles potenzielle Ehemänner der Reihe nach in die Flucht schlägt.

Schließlich fasst Veta einen Entschluss: Sie möchte ihren Bruder in ein Sanatorium einweisen lassen. Dieser Entschluss zieht schließlich viele lustige Verwechslungen, Irrungen und Wirrungen nach sich, an deren Ende nicht mehr wirklich klar ist, wer hier eigentlich verrückt ist…

Das Pulitzer-prämierte Stück von Mary Chase, das sich Regisseur Thomas Krieger zum Jubiläum ausgesucht hatte, war ein besonderes: Es ließ das Publikum nicht nur lachen, sondern auch mitfühlen. Wie würde man sich selbst fühlen, wenn man einen riesigen Hasen als Freund hätte, den niemand sieht? Und wie würde man sich fühlen, wenn man mit jemandem unter einem Dach leben würde, der einen solchen Freund hätte? Welche Situation ist eigentlich schlimmer?

Thomas Krieger hatte eine hervorragende Besetzung für die Komödie gefunden. Allen voran brillierte Tim Meier in der Rolle des Elwood P. Dowd: Er spielte den leicht verrückt anmutenden Herren so liebenswürdig und fürchterlich positiv, dass die Zuschauer keine andere Wahl hatten, als mit ihm zu fühlen.

Gleichzeitig war seine Interaktion mit dem unsichtbaren Riesenhasen nicht nur urkomisch, sondern auch so überzeugend, dass man sich schnell fragte, ob an seinen Einbildungen nicht doch etwas dran sein könnte.

Sigrid Schanze balancierte ihre Veta Louise Simmons auf einem schmalen Grat: Sie war exakt so nervig, dass man sie eigentlich nicht wirklich mögen konnte, aber doch so verzweifelt, dass das Publikum trotzdem Verständnis für ihre Situation entwickelte.

Darüber hinaus brillierte Marthe Herchert als Myrtle Mae in ihrer ersten Rolle auf der TheaterLaien-Bühne und Marco Heckhoff bewies als Psychiater Dr. Sanderson, dass er auch nach fünfjähriger Bühnenpause das Schauspielern nicht verlernt hat.

Ein erstklassiges Ensemble, ein lustiger Plot und gewohnt detailreiche Kulissen: Bei dieser Mischung war es kein Wunder, dass das Publikum sich äußerst angetan zeigte vom doppelten Theater-Jubiläum.

Im Jubiläumsjahr gibt es noch eine weitere TheaterLaien-Produktion: Die TheaterLaien-Urgesteine Thomas Krieger, Tim Meier und Marco Heckhoff bringen am 18. und 19. November „Kunst“ von Eugen Hemlé auf die Bühne im Veranstaltungsraum der Sparkasse Mülheim.

Borbecker Nachrichten vom 07.10.2016

Mein Freund Harvey

Elwood P. Dowd ist ein ziemlich gewöhnlicher Mann, der gerne einen hebt. Ansonsten zeichnet er sich durch große Friedfertigkeit und gite Manieren aus. Doch eines unterscheidet ihn von allen anderen: sein Freund Harvey. Denn Harvey ist ein riesiger Hase, den nur Elwood sieht! Sozusagen die Erwachsenen-Version eines imaginären Freundes. Seine Umgebung duldet dies zunächst, glaubt ihm aber natürlich nicht. Lange habe ich insofern ein ähnliches Schicksal erlitten, dass, immer, wenn ich jemandem von dieser irren Geschichte erzählte, die meisten nur den Kopf schüttelten und sagten „Das hast du dir docch ausgedacht!“ Nein, das war Mary Chase, die das Stück „Mein Freund Harvey“ geschrieben hat. Dieses wird am heute noch einmal von den Theaterlaien im Mädchengymnasium aufgeführt. Unbedingt hingehen! Wer nicht auf Theater steht, kann sich natürlich auch den wunderbaren Film mit James Stewart ausleihen. Hauptsache, mich hält keiner mehr für verrückt, wenn ich von Harvey schwärme…

Borbeck Kurier vom 01.10.2016

Komödie

In der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52, wird am 30. September und 1. Oktober jeweils um 19 Uhr „Mein Freund Harvey“ von den „Theaterlaien“ aufgeführt.

Borbeck Kurier vom 28.09.2016

Mein Freund Harvey kommt nach Borbeck

„TheaterLaien“ feiern Jubiläum

Als 50. Theaterstück seit Gründung führt das TheaterLaien am 30. September und 1. Oktober um jeweils 19 Uhr seine neue Komödie „Mein Freund Harvey“ von Mary Chase auf und zwar im Mädchengymnasium Borbeck, Eingang Drogandstraße.

Der Inhalt: Elwood P. Dowd (Tim Meier) ist ein liebenswerter Herr mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat, unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbar-sichtbaren Freund und Trinkbruder Harvey. Die zunächst alles geduldig ertragende Verwandtschaft (Sigrid Schanze und Marthe Herchert) von Elwood gerät schließlich über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey, den sie schon selbst zu sehen meint, in Verzweiflung.

Man beschließt, Elwood in eine Heilanstalt zu bringen, ihn zu enterben und ohne ihn und seinen Freund wieder ein „normales“ Leben zu beginnen. Die stets anhaltende Liebenswürdigkeit des Mr. Dowd entwaffnet aber alle, selbst den berühmten Chefpsychiater (Robert Beilstein), der schließlich selbst den großen Hasen sieht. Kurz vor Verabreichung der ernüchternden Injektion trifft die Familie eine Entscheidung…

Darsteller sind: Janine Cresnik, Birgit Hemmer, Marthe Herchert, Olga Reißig, Sigrid Schanze, Fenja Steffem, Anika Winter, Robert Beilstein, Marco Heckhoff, Jörg Heikaus, Thomas Krieger, Tim Meier, Oliver Schürmann, Felix von der Heide. Inszenierung und Bühnenbild: Thomas Krieger; Gesamtleitung: Klaudia Henke-Albert.

Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt sieben Euro. Karten gibt es unter www.theaterlaien.de, unter 6 14 16 45 und an der Abendkasse.

„Mein Freund Harvey“ wurde 1944 im 48th Street Theatre in New York uraufgeführt. Das Schauspiel, das die Autorin zunächst unter dem Titel The White Rabbit. A Comedy in Three Acts, Five Scenes (1943) veröffentlicht hatte, lief mehr als fünf Jahre am Broadway und erreichte 1775 Aufführungen. Besonders bekannt wurde das Stück durch Henry Kosters Verfilmung von 1950 mit James Stewart in der Hauptrolle.

Borbecker Nachrichten vom 23.09.2016

Borbecker Theater-Laien feiern 50. Stück und 25-Jähriges

Mit der Komödie „Mein Freund Harvey“ ist das Ensemble am 30. September und 1. Oktober im Mädchengymnasium zu sehen Borbeck.

Mit dem 50. Theaterstück seit Gründung des Vereins feiern die Borbecker Theater-Laien demnächst ihr 25-jähriges Bestehen. Mit der Inszenierung „Mein Freund Harvey“ treten die Amateur-Schauspieler erstmals am Freitag, 30. September, und Samstag, 1. Oktober, auf. Die Premieren-Vorstellungen sind in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck zu sehen und beginnen jeweils um 19 Uhr.

Verantwortlich für die Umsetzung der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Komödie aus der Feder von Mary Chase ist Thomas Krieger, der auch schon zuvor für Inszenierungen der Theater-Laien zuständig war, darunter etwa in „John Gabriel Borkman“. Zusammen mit dem Schauspieler-Ensemble des Vereins hat er das Stück auf die Beine gestellt.

In dem Stück geht es um den friedlichen, liebenswertem Whisky-Trinker Elwood P. Dowd (Tim Meier) und seinen imaginären Trink-Kumpanen, den Hasen Harvey. Zusammen treiben sie Elwoods Familie immer mehr in den Wahnsinn. Die erträgt ihn und Harvey so lange, bis diese schon meint, Harvey auch zu sehen. Gemeinsam beschließt die Familie, Elwood mit seinem Freund in eine Heilanstalt einzuweisen, ihn zu enterben und ohne die beiden ein „normales“ Leben zu beginnen. Doch selbst die behandelnden Psychiater, die wieder Normalität ins Elwoods Leben bringen wollen, meinen nach kurzer Zeit, Harvey zu sehen.

Neben Tim Meier spielen Sigrid Schanze als Elwoods Schwester sowie Robert Beilstein und Marco Heckhoff als Psychiater.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 20.09.2016

„Mein Freund Harvey“

Komödie in drei Akten von Mary Chase

Die TheaterLaien e.V. führen am Freitag, 30. September, und am Samstag, 1. Oktober um jeweils 19 Uhr die Komödie „Mein Freund Harvey“ in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52, auf.

Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt sieben Euro. Karten gibt es unter www.theaterlaien.de, unter der Telefonnummer 614 16 45 oder an der Abendkasse.

In der Komödie geht es um Elwood P. Dowd, einen liebenswerten Herrn mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat. Das alles unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbarsichtbaren Freund und Trinkbruder Harvey. Elwood’s Verwandtschaft gerät über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey in Verzweiflung und beschließt, Elwood in eine Heilanstalt zu bringen. Die stets anhaltende Liebenswürdigkeit von Mr. Dowd entwaffnet aber alle, selbst den berühmten Chefpsychiater, der schließlich selbst den großen Hasen Harvey sieht.

Borbeck Kurier vom 17.09.2016

Mein Freund Harvey kommt nach Borbeck

„TheaterLaien“ feiern Jubiläum

Das TheaterLaien zeigt am Freitag, 30. September, um 19 Uhr in der Aula des Mädchengymnasium Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52, „Mein Freund Harvey“, eine Komödie in drei Akten von Mary Chase.

Der Inhalt: Elwood P. Dowd (Tim Meier) ist ein liebenswerter Herr mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat, unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbar-sichtbaren Freund und Trinkbruder Harvey.

Die zunächst alles geduldig ertragende Verwandtschaft (Sigrid Schanze und Marthe Herchert) von Elwood gerät schließlich über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey, den sie schon selbst zu sehen meint, in Verzweiflung.

Man beschließt, Elwood in eine Heilanstalt zu bringen, ihn zu enterben und ohne ihn und seinen Freund wieder ein „normales“ Leben zu beginnen.

Die stets anhaltende Liebenswürdigkeit des Mr. Dowd entwaffnet aber alle, selbst den berühmten Chefpsychiater (Robert Beilstein), der schließlich selbst den großen Hasen sieht.

Kurz vor Verabreichung der ernüchternden Injektion trifft die Familie eine Entscheidung…

Doppeltes Jubiläum: Als 50. Stück zum 25-jährigen Jubiläum zeigt das TheaterLaien die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Komödie von Mary Chase.

Darsteller: Janine Cresnik, Birgit Hemmer, Marthe Herchert, Olga Reißig, Sigrid Schanze, Fenja Steffem, Anika Winter, Robert Beilstein, Marco Heckhoff, Jörg Heikaus, Thomas Krieger, Tim Meier, Oliver Schürmann, Felix von der Heide. Inszenierung und Bühnenbild: Thomas Krieger; Gesamtleitung: Klaudia Henke-Albert.

Eintritt zehn Euro, ermäßigt sieben Euro. Karten gibt es unter www.theaterlaien.de, unter 6 14 16 45 und an der Abendkasse.

Eine weitere Aufführung ist am Samstag, 1. Oktober, um 19 Uhr am selben Ort.

„Mein Freund Harvey“ wurde 1944 im 48th Street Theatre in New York uraufgeführt. Das Schauspiel, das die Autorin zunächst unter dem Titel The White Rabbit. A Comedy in Three Acts, Five Scenes (1943) veröffentlicht hatte, lief mehr als fünf Jahre am Broadway und erreichte 1775 Aufführungen.

Besonders bekannt wurde das Stück durch Henry Kosters Verfilmung von 1950 mit James Stewart in der Hauptrolle.

Borbecker Nachrichten vom 16.09.2016

TheaterLaien feiert mit „Harvey“

Komödieninszenierung im MGB zum 25-jährigen Jubiläum

Vorhang auf für das TheaterLaien. Als 50. Theaterstück seit Gründung führt das Ensemble am 30. September und 1. Oktober um jeweils 19 Uhr seine neue Komödie „Mein Freund Harvey“ von Mary Chase auf.

Das TheaterLaien beweist auch mit dieser mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Komödie wieder einem „das richtige Händchen“ bei der Stückeauswahl. Thomas Krieger, der die Inszenierung übernommen hat, lässt sich und dem Publikum auch diesmal nicht den Spaß an einer eigenen kleinen Rolle nehmen.

Aber auch die anderen Schauspieler des Theaterlaien warten erneut mit viel Erfahrung und ihrer nicht endenden Theaterleidenschaft auf! Tim Meier bringt als Elwood P. Dowd zusammen mit seinem unsichtbaren Freund, dem Hasen Harvey, sein gesamtes Umfeld auf überaus liebenswerte Art gnadenlos „auf die Palme“. Sigrid Schanze als Elwoods Schwester sowie Robert Beilstein und Marco Heckhoff als Psychiater kämpfen mit gewohnt routinierter Schauspielerei um „Normalität“ in Elwoods Leben!

In dem Komödienspaß dreht sich alles um Elwood P. Dowd, einen liebenswerten Herr mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt und der Kampfeslust entsagt hat. Unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbar-sichtbaren Trinkbruder Harvey hat er sich für die Friedfertigkeit entschieden.

Die zunächst alles geduldig ertragene Verwandtschaft von Elwood gerät allerdings über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey, den sie schon selbst zu sehen glaubt, in Verzweiflung. Sie beschließt Elwood in eine Heilanstalt zu bringen, ihn zu enterben und ohne ihn und seinen Freund wieder ein „normales“ Leben zu beginnen. Die stets anhaltende Liebenswürdigkeit des Mr. Dowd entwaffnet jedoch alle – auch den berühmten Chefpsychiater, der schließlich selbst den großen Hasen sieht.

Der Vorhang für die aktuelle Inszenierung hebt sich am Freitag, 30. September und Samstag, 1. Oktober, um jeweils 19 Uhr in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52-54 (Eingang Drogandstraße) in Borbeck.

Karten für „Mein Freund Harvey“ sind zum Preis von 10 Euro / ermäßigt 7 Euro telefonisch unter 0201/614 16 45, über das Internet unter www.theaterlaien.de und an der Abendkasse zu bekommen. Die Abendkasse und der Brezelverkauf sind an den Veranstaltungsabenden ab 18 Uhr geöffnet. Einlass in die Aula ist ab 18.45 Uhr.

Borbeck Kurier vom 07.09.2016

„Mein Freund Harvey“

Komödie in drei Akten von Mary Chase

Vorhang auf für TheaterLaien e.V.. Das Ensemble führt am Freitag, 30. September, und am Samstag, 1. Oktober, jeweils um 19 Uhr die Komödie „Mein Freund Harvey“ in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52-54, auf.

Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt sieben Euro. Karten gibt es unter www.theaterlaien.de, unter der Telefonnummer 0201/614 16 45 oder an der Abendkasse.

In der Komödie geht es um Elwood P. Dowd, einen liebenswerten Herrn mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat, unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbar-sichtbaren Freund und Trinkbruder Harvey. Elwood’s Verwandtschaft gerät schließlich über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey in Verzweiflung und beschließt, Elwood in eine Heilanstalt zu bringen. Die stets anhaltende Liebenswürdigkeit von Mr. Dowd entwaffnet alle, selbst den berühmten Chefpsychiater, der schließlich selbst den großen Hasen Harvey sieht. Kurz vor der Verabreichung der ernüchternden Injektion trifft die Familie eine Entscheidung…

Borbeck Kurier vom 20.08.2016

Mein Freund Harvey bei Theaterlaien

Doppeltes Jubiläum: Als 50. Stück zum 25-jährigen Jubiläum zeigt das TheaterLaien die mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Komödie „Mein Freund Harvey“ von Mary Chase am Freitag, 30. September, um 19 Uhr in der Aula des Mädchengymnasiums, Fürstäbtissinstraße 52

Der Inhalt: Elwood P. Dowd (Tim Meier) ist ein liebenswerter Herr mit guten Manieren, der gerne seinen Whisky trinkt, der Kampfeslust entsagt und sich für die Friedfertigkeit entschieden hat, unter dem Einfluss und zusammen mit seinem unsichtbar-sichtbaren Freund und Trinkbruder Harvey. Die zunächst alles geduldig ertragende Verwandtschaft von Elwood gerät schließlich über die ständige Gegenwart des Hasen Harvey, den sie schon selbst zu sehen meint, in Verzweiflung.

Eintritt 10/7 Euro, Karten unter www.theaterlaien.de, 61 41 645.

Borbecker Nachrichten vom 19.08.2016

TheaterLaien bereiten sich auf das Schlossfest vor

Am 9. Juli im Borbecker Schlosspark. „Mein Freund Harvey“ hat am 30. September Premiere

Auf zwei Veranstaltungen bereiten sich die „TheaterLaien“ vor: Am Samstag, 9. Juli, steigt um 15 Uhr das 2. Borbecker Schlossfest, und am 30. September hat das Jubiläumsstück „Mein Freund Harvey“ Premiere.

Das Schlossfest ist ein Fest für die ganze Familie, bei dem der Eintritt frei ist. Bei dieser Veranstaltung des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins wirken das Schönebecker Jugendblasorchester, der Flotten Socken und die TheaterLaien mit.

Als „Jubiläumsstück“ zum 25-jährigen Bestehen des Vereins bringt die Theatergruppe das preisgekrönte Stück „Mein Freund Harvey“ von Mary Chase zur Aufführung. Vorstellungen sind für den 30. September und 1. Oktober geplant. Das Vortreffen fand am 3. April statt, die Proben sind jeweils mittwochs und donnerstags und starteten am 6. April 2016 unter der Regie von Thomas Krieger und der Gesamtleitung von Klaudia Henke-Albert.

Zur Finanzierung haben sich die TheaterLaien bei der 175-Jahre-Spendenaktion der Sparkasse beworben. Sie hoffen, mit Hilfe einer großen Anzahl von Klicks auf der Homepage der Sparkasse 1000 Euro zu gewinnen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 10.06.2016

25 Jahre Spielfreude

Die „Theater-Laien“ feiern im September ihr großes Jubiläum mit einer neuen Premiere in der Aula des Borbecker Mädchengymnasiums. Entstanden ist die Gruppe aus einem Schülertheater

Borbeck. Was 1991 als Schülertheater begann, hat sich 25 Jahre später zu einer festen Größe der Essener freien Kulturszene entwickelt: Die Theater-Laien begeistern mit ihren Inszenierungen nicht nur das Publikum aus Borbeck. Zweimal pro Jahr gastiert das Ensemble mit Inszenierungen in der Aula des Borbecker Mädchengymnasiums. Die Stücke bieten dabei stets eine ausgewogene Mischung aus Unterhaltung und Anspruch.

Das Jubiläumsjahr ist dafür beispielhaft: Während im März mit Henrik Ibsens „Johan Gabriel Borkman“ ein eher schwerer Stoff Premiere in der Theater-Laien-Fassung feierte, ist das eigentliche Jübiläumsstück, das Ende September anlaufen soll, ein echter Komödienklassiker: „Mein Freund Harvey“.

Das Stück aus der Feder von Mary Chase über einen liebenswert-schrulligen Mann, der mit seiner Freundschaft zu einem imaginären Hasen seine Umgebung zur Verzweiflung bringt, ist nicht zuletzt wegen der Verfilmung mit James Stewart aus dem Jahre 1950 bekannt. Auf den Bühnen in aller Welt ist das Stück seit Jahrzehnten ein Publikumsliebling.

Idealer Stoff für die Jubiläumspremiere also – und das nicht nur, weil sich die Herbstproduktion traditionell Komödie widmet und weil das Theater ein Vierteljahrhundert alt wird: „Mit der nächsten Inszenierung feiern wir zudem unsere 50. Produktion“, erklärt Ensemble- und Vorstandsmitglied Tim Meier. Ein doppeltes Jubiläum also.

Als erste Produktion zählt Carl Orffs Oper „Die Kluge“, die das Gymnaisum Borbeck in Kooperation mit dem Mädchengymnasium 1991 aufführte. Bald wurde aus dem Schultheater eine unabhängige Gruppe. Da Genres wie Oper oder Musicals anfangs noch im Vordergrund standen, nannte sich das Ensemble zu Beginn noch „Junges Borbecker Musiktheater“. 1996 folgte ein erster großer Umbruch: Teils aus Mitgliedern des Jungen Borbecker Musiktheaters, teils aus neuen Theaterfans bildete sich eine frische Truppe, die sich aufs Schauspiel konzentrieren wollte, unter dem Namen „Theater-Laien“. Kooperationen unter diesen beiden Ensembles waren die Regel – und als das Musiktheater 2004 wegen des Umzugs des damaligen Leiters Arne Kovac seinen Betrieb einstellte, wurde aus zwei Theatergruppen endgültig eine.

„Mittlerweile sind wir ein gemeinnütziger Verein mit der Stadt Essen als Kooperationspartner“, erläuteret Meier. Dies habe den Vorteil, dass die Stadt die Aula des Mädchengymnasiums gratis als Proberaum und Aufführungsstätte zur Verfügung stelle. Genau der Ort also, an dem vor 25 Jahren die erste Aufführung stattfand.

Das Ensemble selbst ist ständig in Bewegung: „Immer wieder stoßen neue Mitspieler dazu, dafür setzen andere aus oder sind nur für eine Produktion dabei“, so Meier. „Wir sind für jeden offen, der sich auf der Bühne ausprobieren will.“ Das Alter spielt dabei keine Rolle, Senioren sind ebenso willkommen wie Jugendliche.

Etwas Zeit sollte man allerdings schon mitbringen, wenn man sich diesem Hobby ernsthaft widmen will: Pro Projekt dauern die Probezeiten vier bis sechs Monate, zweimal pro Woche trifft sich das Ensemble nachmittags. Hinzu kommt ein Probenwochenende: „Diese sind ideal, um das Ensemble nich stärker zusammenwachsen zu lassen“, stellt Meier fest.

Dabei begnügt sich die Gruppe in der Regel mit zwei Aufführungen pro Inszenierung. „Bei besonders erfolgreichen Produktionen spielen wir aus Zusatzvorstellungen“, betont Meier. Hinzu kommen Gastspiele und Auftritte bei Amateurtheatertreffen und -festivals.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 25.05.2016