Der Inhalt

Erster Aufzug

Ein ganz normaler Morgen bei Familie Kleinschmidt: Während Mutter Elisabeth versucht, die häusliche Idylle aufrechtzuerhalten, ist Tochter Susi aufgrund der bevorstehenden Mathearbeit schlecht gelaunt. Auch Vater Bruno hat Sorgen: Sein Lieblingspullover ist in der Wäsche. Sabine hingegen muss nur noch ihren Verlobten Thomas dahingehend erziehen, dass er ihre Eltern jetzt duzen darf. Nur Opa schläft noch. Elisabeth weiß nicht mehr, was sie noch mit ihm machen soll, denn obwohl die Kleinschmidts ihn erst vor kurzem bei sich aufgenommen haben, treibt er mit seiner Unausgeglichenheit und Unzufriedenheit alle in den Wahnsinn. Und als dann Opa endlich aus den Federn kommt, löst er durch seine Kommentare auch schnell die Frühstücksrunde auf.

Zweiter Aufzug

Während Elisabeth den Frühstückstisch abräumt, hadert Opa Brinkmann mit seinem Schicksal. Auch Elisabeths Versuche, ihn für irgendetwas zu interessieren, schlagen fehl: Opa legt sich erst mal was hin. Die Nachbarin Frau Kümmerling - Nomen est omen! - will zwar den Opa aufmuntern, doch auch sie will der Rentner nicht sprechen. Elisabeth versucht vergeblich, ihre Schwester Hilde anzurufen, doch sie kann nur eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Letzte Rettung scheint Lenchen Brotesser von der Kirchengemeinde. Sie soll dem alten Herrn wieder Lust aufs Leben machen - und verspricht auch prompt, mit einer Freundin vorbei zu kommen. Als Elisabeth zur Arbeit geht, kommt der Postbote Schwungmann. Er ist ebenfalls über die Lustlosigkeit von Opa Brinkmann überrascht. Als dann Frau Brotesser und Frau Laumann erscheinen, merken auch sie, dass sich der alte Mann so schnell nicht begeistern lässt. Und als dann ferner noch Frau Kümmerling und Frau Schwarzenberger, die Hausbesitzerin erscheinen, ist es mit Opas Ruhe ganz vorbei. Hilde kann ihren Vater nur noch inmitten der vielen ihn bedrängenden Frauen erblicken.

Dritter Aufzug

Opa Brinkmann war - zum Leidwesen Elisabeths - mit Herrn Schwungmann einen heben. Obwohl Hilde ihren Besuch angekündigt hat. Sie hat nämlich die Lösung: Aktiv-Pillen. Vorsichtshalber hat sie ihrem Vater eine Dose aus der Apotheke mitgebracht. Und ein Buch "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt". Doch von beidem will Opa nichts wissen. Er legt sich lieber nach einem kleinen Streitgespräch mit Bruno hin. Als Elisabeth, Hilde und Bruno zum Essen ausgehen, nimmt Opa Brinkmann jedoch heimlich gleich die halbe Packung der Aktiv-Pillen. Und genau diese Pillen verfehlen ihre Wirkung nicht: Noch in der gleichen Nacht fängt er an, wie wild auf seiner Schreibmaschine zu tippen.

Vierter Aufzug

Opa ist nicht mehr zu bremsen: Seit Wochen schreibt und schreibt er und treibt damit die Familie in den Wahnsinn. Die Freude über seine Ankündigung, dass das Getippe nun bald ein Ende haben wird, verfliegt jedoch ganz schnell, als Opa Brinkmann seinen verdutzten Verwandten eröffnet, er hätte ein Theaterstück geschrieben und noch für den gleichen Abend die erste Probe im Wohnzimmer der Kleinschmidts anberaumt. Neben der Familie, die wie selbstverständlich als Schauspieler eingeplant ist, hat er noch weitere Gäste eingeladen. Nach kurzer Diskussion beschließt man, den alten Herrn erst einmal gewähren zu lassen.

Fünfter Aufzug

Mit größter Skepsis wird die Probe angegangen. Neben Familie Kleinschmidt samt Hilde sind auch Frau Kümmerling, Frau Schwarzenberger und Herr Schwungmann dabei. Außerdem hat Opa Brinkmann noch die völlig unbekannten Justus und Friederike eingeladen, die bei Real-Kauf arbeiten. Nun versucht Opa seine abstruse Theatergeschichte zu inszenieren, ein englisches Kriminalstück mit einer nackten Leiche. Gegen den erbitterten Widerstand der Kleinschmidts verteidigt der rüstige Rentner seine Ideen, und während sich Friederike an Thomas heranschmeißt, flirtet der eifersüchtige Justus mit Sabine. Die Probe endet im Chaos.

Sechster Aufzug

Frau Brotesser und Frau Laumann sind eingeladen worden, Opa Brinkmann wieder zur Vernunft zu bringen. Doch der alte Herr eröffnet den beiden, dass auch sie in seinem Stück eingeplant sind - als Soldatinnen der Heilsarmee. Entsetzt verlassen die beiden die Wohnung. Friederike erscheint unter dem Vorwand, ihre Handtasche vergessen zu haben, will sich aber nur des Wohnungsschlüssels bemächtigen. Während Opa von Justus zum Mittagessen eingeladen wird, will sich nämlich Friedericke eines wertvollen Gemäldes bemächtigen - doch dank der auftauchenden Susi und Frau Kümmerling kommt sie nicht dazu. Schließlich kommt auch Opa Brinkmann mit Justus zurück. Als diese gerade verschwinden wollen, begegnen sie Sabine. Justus flirtet wieder mit ihr, gerade in dem Moment als Thomas hinzukommt. Der will sofort die Verlobung lösen. Opa Brinkmann bekommt inzwischen einen Anruf von Bruno, der berichtet, dass Justus und Friederike das lang gesuchte Kunsträuberduo seinen. Opa schickt Sabine, Thomas und Susi fort und will alleine die Schurken überwältigen - was ihm dank der herbeieilenden Damen Brotesser und Laumann auch gelingt. Während die Gangster abgeführt werden und alle um Opas Wohl besorgt sind, erscheint Herr Schwungmann mit einem Telegramm: Peter Millowitsch ist an Opas Stück interessiert.

Thomas Krieger