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Mädchengymnasium Borbeck: TheaterLaien spielten für Aulasitze

Auf den Neuen sitzt es sich schon ganz gut. Das Ensemble der TheaterLaien (Foto) testete kurz vor seinem Auftritt am Freitag im MGB die renovierten Aulasitze. Der Auftritt der Schauspielgruppe mit dem Stück „An allem war'n die Pillen schuld" war die erste Veranstaltung zugunsten der Erneuerung der Aulasitze. Der Hintergrund des Aufrufes zum besonderen Sponsoring erging im Zusammenhang mit der begonnenen Renovierung der Stühle. Die Bezirksvertretung hatte zwar diesbezüglich eine beträchtliche Summe zur Verfügung gestellt, dennoch reicht der Betrag für eine vollständige Instandsetzung nicht aus. Benefiz- und Sponsorenveranstaltungen sollen deshalb ab sofort die fehlenden Gelder in die Kasse spülen.

Borbeck Kurier vom 18.01.2006

 

 

Bestuhlung in der Aula soll aufgemöbelt werden

Erste Benefizveranstaltung von den TheaterLaien

So gut der Klang und die Technik in der Aula des Mädchengymnasiums, so schlecht ist es um die Bestuhlung bestellt. „Der Zahn der Zeit hat an der Ausstattung genagt", sagt Schulleiterin Elisabenth Gemein. Die Stühle seien nicht nur schmutzig. „Es haben sich auch Halterungen der Sitzschalen gelöst und Befestigungsnägel drücken sich durch das Polster."

Das ist schlecht auch für die zahlreichen Veranstalter aus ganz Borbeck, die seit vielen Jahren die Aula des Mädchengymnasiums gerne nutzen. Das sind die Konzerte des Schönebecker Jugendblasorchesters, da sind die zahlreichen Chorkonzerte, Tanz- und Theateraufführungen.

Zwar hat die Bezirksvertretung signalisiert, einen bedeutenden Betrag zur Verfügung stellen zu wollen, aber die Summe reicht nur für einen Teil der Sitze.

Was liegt also näher, als die Nutzer um Hilfe zu bitten? Die Borbecker Theatergruppe und Musiktheatergruppe „TheaterLaien" laden nun zur ersten Benefizveranstaltung für die Bestuhlung ein. Am Freitag, 13. Januar, heißt es „An allem war‘n die Pillen schuld". Das lustige Erfolgsstück unter Leitung von Thomas Krieger und Jörg Weitkowitz beginnt um 19.30 Uhr und dauert zirka 100 Minuten.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Familie Kleinschmidt ist eine deutsche Durchschnittsafmilie. Seit kurzem lebt Opa Brinkmann (Marc Weitkowitz) bei den Klein-schmidts, und seitdem ist die häusliche Idylle am Ende. Seine Nörgelei und Einmischerei, seine Lustlosigkeit und Unausgeglichenheit fällt allen auf die Nerven.

Mutter Elisabeth (Claudia Rupp) weiß Rat. Von allen Seiten wird versucht, Opa für irgendwelche Aktivitäten zu begeistern. Als dann auch noch die Nachbarin Frau Kümmerling (Meike Broscinski) und Hausbesitzerin Frau Schwarzenberger (Sandra Schmitt) auftauchen sowie Hilde (Annika Rupp), Elisabeths Schwester, um Opa aufzubauen und zu motivieren, platzt ihm der Kragen. Er will seine Ruhe. Doch die Familie gibt nicht auf. Hilde schenkt ihm eine Anleitung zum Romanschreiben und ein Röhrchen „Aktivarent", Pillen, die zu mehr geistiger und körperlicher Betätigung führen sollen.

Nach anfänglichem Zögern nimmt Opa nicht — wie vorgeschrieben — eine dieser Pillen — sondern schluckt fortan das Wundermitel haufenweise, was dazu führt, dass sich seine Lebensgeister und seine Selbsteinschätzung ins Unermessliche steigern. Ab sofort übernimmt er das Kommando in der Familie...

Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro

Borbecker Nachrichten vom 05.01.2006

 

 

Opa Brinkmann überzeugte

TheaterLaien wurden gefeiert - Publikum amüsierte sich prächtig

"Ich krieg' doch eh keinen Besuch, da muss ich mich auch nicht anziehen!" - Opa Brinkmanns verquere Logik löste am vergangenen Wochenende wahre Lachsalven beim Publikum der TheaterLaien aus.

Nachdem die Schauspieler im Frühjahr mit ihrer Inszenierung von "Romeo und Julia" einen großen Erfolg gefeiert hatten, wagten sie sich jetzt an eine Komödie: Bei Heidi Spies' "An allem war'n die Pillen schuld" blieb kein Auge trocken.

Die Komödie erzählt die Geschichte von Opa Brinkmann. Er ist bei seiner Tochter und deren Familie eingezogen und kennt seitdem nur zwei Beschäftigungen: Entweder er nörgelt an allem und jeden herum oder er hockt apathisch in seinem Zimmer. Opa Brinkmanns Tochter Elisabeth beschließt zusammen mit ihrer Schwester Hilde etwas gegen diesen Zustand zu unternehmen. Als ihm seine Töchter Aktiv-Pillen mitbringen, verändert sich Opa Brinkmann radikal: Er lässt seine Apathie hinter sich, beginnt ein Kriminalstück auf einer alten Schreibmaschine zu schreiben und will es dann mit Hilfe seiner Familie auf die Bühne bringen - doch auch das nervt seine Familie nach wenigen Tagen gewaltig.

Marc Weitkowitz brillierte als Opa Brinkmann. Der 31-Jährige verwandelte sich durch Maske und Kostüm in einen schrulligen alten Kauz. Sein Theaterspiel ließ auch den skeptischsten Zuschauer nicht daran zweifeln, einen alten Mann auf der Bühne vor sich zu sehen. Seine schlagfertigen Antworten und Grobheiten machte es schwer, sich beim Lachen noch auf dem Stuhl zu halten.

Neben den anderen Schauspielern konnte vor allem Annika Rupp begeistern. Sie überzeugte restlos als Opas Tochter Hilde, die versucht, ihre esoterischen Überzeugungen ihrer Familie und vor allem ihrem Vater aufzudrängen.

Besonders beeindruckten auch Bühnenbild, Maske und Kostüme. Das Bühnenbild war äußerst aufwändig: Die TheaterLaien hatten ein richtiges Wohnzimmer mit Tür, Sitzecke, Esstisch und Regalen auf der Bühne aufgebaut - selbst ein mehrbändiges Lexikon zählte zu den Requisiten!

Allen Darstellern glaubte man die Rolle, die sie spielten durch Maske und Kostüm ohne weiteres: Die 21-jährige Pia Sollmann wirkte ebenso authentisch als Opa Brinkmanns 15-jährige Enkelin wie die plötzlich grauhaarige 16-jährige Sabrina Seyfferth als alte Frau Laumann.

Thomas Krieger, der für die Inszenierung verantwortlich war, und Jörg Weitkowitz, in dessen Händen die Gesamtleitung lag, hatten alles goldrichtig gemacht. Das Publikum jedenfalls amüsierte sich während beider Vorführungen königlich; immer wieder wurden die Schauspieler vom lauten Lachen der Zuschauerreihen unterbrochen. Nach dem Stück waren sich die meisten einig: "Wir sind jetzt schon gespannt auf das nächste Stück der TheaterLaien!"

Borbecker Nachrichten vom 17.11.2005

 

 

Opa ruiniert Ruf der Familie

15 „TheaterLaien" spielen in der Aula des Mädchen-Gymnasiums Borbeck. Requisiten selbst gebaut und Kostüme aus Omas Kleiderschrank

Borbeck. „Der Butler muss die Tür öffnen. Peter muss böse gucken, wenn seine Töchter lachen", korrigiert Thomas Krieger bei der Probe der „TheaterLaien". Er hat die Regie für das Stück „An allem war'n die Pillen schuld!" von Heidi Spies übernommen.

Beim fünften Akt des „Lustspiels in sechs Aufzügen" tummeln sich alle 15 Darsteller auf der Bühne. „Das ist der Action-Akt", ruft der Regisseur aus den Stuhlreihen. „Mehr Tempo bitte - aber nicht beim Sprechen", lauten seine Anweisungen.

Die Bühnendekoration basteln Jörg und Marc Weitkowitz. Türrahmen und Tisch haben sie selbst gebaut. Ihre Requisiten fährt die Gruppe dann in einem Anhänger zu ihren Proben. Diese finden im Jugend- und Altenheim oder in Schulen statt. Dort schleppen sie alles auf die Bühne.

Auf dieser rast Opa hektisch über die Bretter und verteilt die Rollen an seine Familienmitglieder. Der Senior hat ein Stück geschrieben und alle eingeplant. „Seine Tochter hat ihn bei sich aufgenommen, weil die Familie der Ansicht war, Opa kann sich nicht mehr selbst versorgen", erzählt Meike Broscienski die Handlung. „Beim Nachwuchs eingezogen, ist Opa zunächst recht träge und fällt allen auf die Nerven. Dann schluckt er Wunderpillen, blüht auf undübernimmt das Kommando", ergänzt die 21-Jährige.

Meike spielt die Nachbarin, die zwei Probleme hat: Eines mit Alkohol und das andere mit Opa - in den sie verliebt ist. Ganz andere Sorgen plagen Elisabeth Kleinschmidt, dargestellt von Claudia Rupp. Ihr Vater hat ihr eine ganz besondere Rolle in seinem Drehbuch zugeteilt: Sie soll nicht nur die Geliebte des Lords, sondern auch eine nackte Leiche mimen.

"Er ruiniert den Ruf der Familie", befürchten die Angehörigen. Doch Opa ist nicht zu stoppen - Lisbeth muss nachgeben. „Wir haben bei den Proben viel gelacht", grinst Meike. Vor allem als Annika Rupp als esoterisch angehauchte Hilde auf die Bühne rauscht, hätten sich alle Laien gekringelt.

Bei der Generalprobe spielen die Darsteller konzentriert das ganze Stück. Begonnen haben sie mit einzelnen Szenen, dann die Aktdurchläufe mehrfach wiederholt. Ihre Kostüme kramen die Schauspieler aus dem Fundus hervor. Aber auch in Omas Kleiderschrank wühlen die Enkel nach passenden Kleidern.

Meike verrät: „Wir bringen mit, was wir abstauben können." Für Opa sind Hosenträger dabei, die Hausbesitzerin platzt im Kittel herein und Vater Bruno polstert seinen Bauch - mit Kissen.

Die „TheaterLaien e.V." proben seit rund zehn Jahren gemeinsam - vor fünf Jahren gründeten die Schauspieler den Verein. Zweimal im Jahr laden die 16- bis 33-jährigen Darsteller aus dem Großraum Borbeck Besucher zu ihren Vorführungen ein.

Die Premiere von „An allem war‘n die Pillen schuld!" von Heidi Spies läuft am Freitag, 11. November, um 19.30 Uhr, in der Aula des Mädchen Gymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52-54. Die zweite Vorstellung beginnt ebenfalls um 19.30 Uhr, am Samstag, 12. November. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 08.11.2005

 

 

"An allem war'n die Pillen Schuld"

Die TheaterLaien führen mit dem Stück „An allem war'n die Pillen Schuld!" ihr letztes Schauspielprojekt für die Spielzeit 2005 auf. Die Kleinschmidts nehmen ihren Opa auf. Dieser fällt mit seiner Nörgelei allen auf die Nerven. Mit der Anleitung "Wie man einen Roman schreibt und der Einnahme von Aktivpillen, erwachen seine Lebensgeister und seine Selbsteinschätzung steigt ins Unermessliche. Ab sofort übernimmt er das Kommando in der Familie. Die Aufführungen finden am Freitag, 11. November, und Samstag, 12. November, jeweils um 19.30 Uhr im Mädchengymnasium Borbeck statt. Karten gibt es unter der Rufnummer 6141645 oder an der Abendkasse.

Borbecker Kurier vom 26.10.2005

 

 

TheaterLaien mit neuem Stück und renitentem Opa

„An allem war'n die Pillen schuld!", ein Lustspiel in sechs Aufzügen von Heidi Spiel, zeigen die „TheaterLaien" am Freitag und Samstag, 11./12. November, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Mädchengymnasiums. Der Eintritt kostet vier, ermäßigt drei Euro. Karten gibt es unter www.theaterlaien.de, unter 6 14 16 45 und an der Abendkasse.

Zum Inhalt: Familie Kleinschmidt ist eine deutsche Durchschnittsfamilie. Seit kurzem lebt Opa Brinkmann (Marc Weitkowitz) bei den Kleinschmidts, und seitdem ist die häusliche Idylle am Ende. Seine Nörgelei und Einmischerei, seine Lustlosigkeit und Unausgeglichenheit fällt allen auf die Nerven. Mutter Elisabeth (Claudia Rupp) weiß Rat. Von allen Seiten wird versucht, Opa für irgendwelche Aktivitäten zu begeistern.

Als dann auch noch Nachbarin Kümmerling (Meike Broscienski) und Hausbesitzerin Schwarzenberger (Sandra Schmitt) auftauchen sowie Hilde (Annika Rupp), Elisabeths Schwester, um Opa aufzubauen und zu motivieren, platzt ihm der Kragen. Er will einfach seine Ruhe. Doch die Familie gibt nicht auf. Hilde schenkt ihm eine Anleitung zum Romanschreiben und ein Röhrchen Aktivarent, Pillen, die zu mehr geistiger und körperlicher Betätigung führen sollen. Nach anfänglichem Zögern schluckt Opa das Wundermittel. Ab sofort übernimmt er das Kommando...

Borbecker Nachrichten vom 13.10.2005