Der Inhalt

Während Barblin zur Vorbereitung des bevorstehenden Sanktgeorgstages die Wand ihres Vaterhauses weißelt, wird sie vom Soldaten Peider belästigt, der "ein Aug' auf sie hat." Erst als der Pater hinzukommt, verschwindet Peider. Barblin fragt den Pater, ob an den Geschichten Peiders, die Schwarzen würden Andorra überfallen wollen, etwas Wahres ist, doch der Pater beruhigt Barblin.

Währenddessen verhandelt Barblins Vater - der Lehrer Can - mit dem Tischler über das Lehrgeld, das der Lehrer für die Ausbildung seines Pflegesohns Andri zu bezahlen hat. Doch der Tischler lässt nicht mit sich reden. Die Wirtin bietet ihre Hilfe an, indem sie Can Land abkauft, damit er mit diesem Geld die Lehrstelle bezahlen kann.

Andri - ein fröhlicher junger Mann - freut sich auf seine bevorstehende Tischlerlehre. Als er auf den angetrunkenen Peider trifft, legt dieser sich mit Andri an und provoziert ihn laufend, zuletzt damit, dass er hinter Barblin her ist.

Vor Barblins Kammer macht sich Andri viele Gedanken darüber, ob die Vorurteile, die alle ihm gegenüber hegen, weil er Jude ist, etwas dran ist. Auch traut er sich nicht, seinem Vater gegenüber seine Verlobung mit Barblin bekannt zu machen.

Andris Tischlerprobe gerät zur Farce, da der Tischler nicht Andris Stuhl, sondern den des Gesellen Fedris auseinander nimmt und Andri trotz dessen Protest als Verkäufer ausbildet.

Auch der Arzt konfrontiert bei einer Untersuchung Andri mit seinen Vorurteilen. Als der Lehrer Can nach Hause kommt, wirft er den Doktor unversehens hinaus. Als Andri seine Verlobung mit Barblin verkündet, verweigert der Lehrer ohne Begründung seine Einwilligung.

Während Andri vor Barblins Kammer schläft, schleicht Peider in die Kammer und vergewaltigt Barblin. In der Zwischenzeit hat sich der Lehrer Mut angetrunken und berichtet Andri, dass dieser kein Jud, sondern sein leibhaftiger Sohn sei - doch Andri glaubt ihm kein Wort. Nachdem Andri Can weggeschickt hat, entdeckt er in Barblins Kammer Peider.

Der Pater versucht Andri davon zu überzeugen, dass "er es annehmen soll, ein Jud zu sein". Aber Andri will nicht anders sein als die Anderen.

Bei der Wirtin ist eine "schwarze" Senora eingezogen, was die Andorraner beunruhigt. Tatenlos muss die Senora mitansehen, wie Andri von einer Gruppe um Peider zusammengeschlagen wird - doch niemand will etwas gesehen haben.

Die Senora macht Can Verwürfe, dass er den gemeinsamen Sohn als jüdischen Pflegesohn ausgegeben hat. Der Lehrer nimmt sich vor, die Wahrheit zu sagen.

Während der Pater nun vergeblich versucht, Andri davon zu überzeugen, dass dieser kein Jude ist, wird die Senora durch einen Steinwurf erschlagen - vorgeblich durch Andri, die Wirtin "habe es mit eigenen Augen gesehen."

Die Schwarzen haben Andorra überfallen, Andri sitzt alleine auf dem Platz. Auch sein Vater kann ihn nicht überzeugen, mit nach Hause zu kommen - Andri will sich seinem Schicksal fügen. Die übrigen Andorraner haben ihren Widerstand schnell aufgegeben und sich entwaffnen lassen, Peider ist übergelaufen.

Andri macht Barblin wegen ihres angeblichen Verhältnisses zu Peider Vorwürfe. Barblin will Andri in ihrer Kammer vor den Schwarzen verstecken, doch diese entdecken ihn schnell und nehmen ihn zur Judenschau mit.

Die Judenschau findet statt und entpuppt sich als Farce, nach mehreren Pannen wird Andri als Jude identifiziert und abgeführt, das Volk schaut weg.

Die inzwischen wahnsinnig gewordene Barblin - ihr Vater hat sich aufgehängt, Andri wurde an den Pfahl gebracht und erschossen - weißelt das Pflaster. Ihr bleiben nur noch Andris Schuhe.

Thomas Krieger