Presse

Eine leichte Komödie für ernsthafte Leute

Borbeck. Nach rund neun Monaten Probenzeit und mitt­lerweile zwei gelungenen Auf­führungen im Mai in Borbeck spielt das TheaterLaien am kommenden Montag, 19. Juni, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus Langenberg in Velbert. Prä­sentiert wird die wohl erfolg­reichste Komödie Oscar Wil­des "Bunbury oder Ernst sein ist alles", besser bekannt unter dem Originaltitel "The Impor­tance of Being Earnest". Tho­mas Krieger, der zusammen mit Claudia Rupp die Bearbei­tung übernommen hat, erläu­tert die Hintergründe: "Nach­dem wir im letzten Jahr mit Goethes "Faust" ein eher ern­stes Stück präsentiert haben, wollten wir uns wieder einmal an eine Komödie heranwagen. Wenn ich heranwagen sage, so hatten wir natürlich alle unse­ren großen Erfolg "Der Tol­patsch" aus dem Jahre 1998 im Kopf, der bei den damali­gen Zuschauern für schiere Begeisterung sorgte. Dennoch oder gerade deshalb wollten wir einmal eine ganz andere Art von Humor zeigen. Und so sind hier keine Anspiele auf Borbecker Persönlichkeiten zu sehen, sondern - natürlich in der deutschen Übersetzung - der Originalhumor Wildes, der hauptsächlich aus einer überaus spitzfindigen und von Wortspielen durchsetzten Sprache besteht. Dieses - um ein wenig Slapstick ergänzt - wird auf die Besucher losge­lassen."

Borbeck Kurier vom 14.06.2000

 

 

Lachmuskeln wurden strapaziert bei Komödie "Ernst sein ist alles"

TheaterLaien überzeugten mit neuem Programm in Scholl-Realschule

Kaum ein Auge blieb trocken. In der Tat: Die Premiere der TheaterLaien in der Geschwister-­Scholl-Realschule war ein voller Erfolg Mit der leichten Komödie "Bunbury" oder "Ernst sein ist al­les" von Oscar Wilde überzeugten sie die Besucher.

Die Verwechslungskomödie spielt im England des Jahres 1895. Stil ist hier alles, was zählt. John Worthing (Thomas Krieger) führt ein Doppelleben. Auf der einen Seite ist er der hochmoralische Onkel Jack, der die schwere Verantwortung für sein hübsches Mündel Cecily (Claudia Rupp) ausübt. Auf der anderen Seite gibt Onkel Jack vor, einen lasterhaften Bruder na­mens Ernst zu haben, den er regelmäßig aufsuchen muss. In Wirklichkeit fährt er jedoch nach London, spielt selbst den leichtlebigen Lebenskünstler Ernst und flirtet mit der ehrenwerten Gwendolen Fairfax (Tanja Wördehoff).

Sein Freund Algernon, von Marc Weitkowitz als Genießer und Mann von Welt dargestellt, ist ähn­lich veranlagt. Sein Vorwand heißt Bunbury, ein unschätzbarer Dauerkranker, der nicht recht weiß, ob er leben oder sterben will und ganz entsprechend der Dringlichkeit von Algernons Reiselust gesundet.

In Unkenntnis des anderen Ich scheint beider Lügenspiel zu funktionieren, wäre da nicht ein harmloses Zigarettenetui. Dieses kleine Ding bringt nicht nur ein Leben aus den Fugen...

Als Algemon heraus bekommt, wo sich Jacks geheimer Wohnsitz auf dem Land befindet und dort das hübsche Mündel Cecily kennen lernt, kennt seine Reiselust keine Grenzen mehr...

Ein nicht nur doppelbödiges Spiel voller Wortwitz, Ironie, bril­lanten Verwicklungen und absurden Wandlungen nimmt seinen Lauf. Hier nimmt sich jeder ernst, denn: Ernst ein ist alles!

er das Stück noch nicht gese­hen hat, der sollte sich Freitag, 19. Mai, 19:30 Uhr mit den TheaterLai­en in der Geschwister-Scholl-Realschule vormerken. Es lohnt sich al­lemal. Der Eintritt kostet acht Mark, ermäßigt fünf Mark.

Borbecker Nachrichten vom 18. Mai 2000

 

 

Lachmuskeln strapazieren bei "Ernst sein ist alles"

TheaterLaien mit neuem Programm in Scholl-Realschule

"Bunbury" oder "Ernst sein ist alles" von Oscar Wilde steht auf dem Programm der TheaterLaien. Premiere der leichten Komödie für ernsthafte Leute ist am Freitag, 12. Mai, um 19.30 Uhr in der Aula der Geschwister-Scholl-Real­schule, Hülsmannstraße 46.

Die Verwechslungskomödie spielt im Jahre 1895 in England. John Worthing (Thomas Krieger) führt ein Doppelleben: Auf der ei­nen Seite ist er der streng-morali­sche Onkel Jack, auf der anderen Seite gibt er vor, einen lasterhaften Bruder namens Ernst zu haben, den er regelmäßig aufsuchen muss. In Wirklichkeit fährt er jedoch nach London, gibt sich selbst als Ernst aus und macht der ehrenwer­ten Gwendolen Fairfax (Tanja Wördehoff) den Hof.

Sein Freund Algernon (Marc Weitkowitz), überdies Gwendo­lens Vetter, hat seinerseits einen Dauerkranken namens Bunbury erfunden, den er immer dann besu­chen muss, wenn er der Gesell­schaft seiner Verwandschaft, insbe­sondere seiner Tante Lady Brack­nell (Antonia Metken), überdrüssig ist.

Als Algernon durch einen Zufall herausbekommt, wo sich Jacks ge­heimgehaltener Wohnsitz auf dem Lande befindet, reist er dort hin, gibt sich als dessen Bruder Ernst aus und erobert das Herz von Jacks Mündel Cecily (Claudia Rupp).

Das Spiel voller Wortwitz, Ironie und brillanten Verwicklungen nimmt seinen Lauf. Hier nimmt sich jeder ernst, denn: Ernst sein ist alles!

Wer also einmal einen herrlich amüsanten Theaterabend erleben möchte, der hat dazu mit den Thea­terLaien Möglichkeit. Neben der Premiere am Freitag, 12. Mai, gibt es noch eine weitere Aufführung in der Geschwister-Scholl-Realschule am Freitag, 19. Mai, ebenfalls um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet acht Mark, ermäßigt fünf Mark.

Borbecker Nachrichten vom 11.05.2000

 

 

"Theater Laien" startet bald in die fünfte Spielzeit

Theater als Hobby und aus Liebe zur Schauspielerei

Seit 1996 gibt es in Essen die Theatergruppe "Theater Laien". Pro Jahr studiert die Gruppe ein Stück ein, das dann in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule und demnächst auch an anderen Orten aufgeführt wird.

"Die Gruppe besteht aus Freunden und Kollegen, die Lust am Theaterspielen haben," erzählt Marc Weitko­witz, Mitgründer und Schau­spieler im "Theater Laien", und ergänzt: "Das Theater ist sehr vom Schultheater geprägt, seit 1996 sind wir allerdings selbständig und seit 1997 nennen wir uns Theater Laien."

Der Name ist Programm. Als Hobby und aus Liebe zur Schauspielerei trifft sich die Gruppe zweimal die Woche. "Im Moment sind wir zwölf Leute. Die Besetzung ändert sich von Saison zu Saison, weil manche jetzt auch schon berufstätig sind oder aus ande­ren Gründen keine Zeit mehr haben."

Dienstags und mittwochs sind die beiden Probentage, an denen die Schauspieler drei Stunden lang in die Charakte­re ihrer Rollen schlüpfen.

"Kurz vor Auftritten kann sich das Probenpensum schon erhöhen," erklärt Marc Weit­kowitz, "dann treffen wir uns teiweise vier mal in der Woche. Vor der Premiere legen wir außerdem meist noch ein ganzes Probenwo­chenende ein." Trotz des kurzen Bestehens kann das Theater bereits auf ein reichhaltiges Repertoire zurückblicken.

In der ersten Spielzeit zeig­te die Gruppe ein Stück namens "Mord inklusive". In den folgenden Jahren folgten Klassiker wie "Cyrano de Ber­gerac" von Edmond Rostand, "Der Tolpatsch" von Moliere und im vergangenen Jahr Johann Wolfgang Goethes Drama "Faust". Für die Spielzeit 2000 haben sich die zwölf Schauspieler auf die Komödie "Bunbury" von Oscar Wilde geeinigt.

"Mit unserer Leistung sind wir sehr zufrieden," meint Marc Weitkowitz. Eine Ausdehnung des Lai­entheaters zum Beruf sieht der Geographie-Student aller­dings nicht als Perspektive: "Wie der Name schon sagt ist unser Theater mehr ein Hob­by. Wir versuchen die Stücke für uns selbst perfekt aufzu­führen und sind mit den Pro­ben voll ausgelastet."

Für die neue Spielzeit ist auch eine Ausdehnung der Aufführungsorte geplant. Marc Weitkowitz: "Neben der Geschwister-Scholl-Schule in Borbeck haben wir schon in der Gemeinde St. Bonifacius in Huttrop gespielt, was wir auch weiterhin pflegen wollen. Außerdem stehen wir gerade in Verhandlungen mit der Casa Nova." Im Moment laufen die Pro­ben des "Theater Laien" auf Hochtouren.

Im Mai diesen Jahres soll die Premiere von "Bunbury" stattfinden.

Borbeck Kurier vom 19.01.2000