Die Autoren und Komponisten

Gabriel Fauré

Der französische Komponist Gabriel Fauré wurde am 12. Mai 1845 in Pamiers geboren.

Von 1854 bis 1864 studierte er unter anderem bei Camille Saint-Saëns an der Ecole Niedermeyer. 1871 wurde er selbst dort Lehrer. 1896 wechselte Fauré an das Pariser Conservatoire, dessen Leiter er von 1905 bis 1920 war. Unter seinen Schülern waren Maurice Ravel und Nadia Boulanger.

Durch seine lange Lehrertätigkeit nahm Fauré maßgeblich Einfluss auf die Musik in Frankreich um 1900. In seinem eigenen Oevre, welches Opern, Bühnenmusiken, vielfältige Kammermusik, Lieder, ein Requiem und etwa 50 Klavierstücke umfasst, steht er der französischen und deutschen Romantik nahe.

Zu den bekanntesten Stücken Faurés zählen sicherlich "Prométhée" (1900), "Pénélope" (1913) und "Masques et bergamasques" (1919).

Auch beschäftigte er sich mit gregorianischen Chorälen und den Kirchentönen.

In seinen späteren Jahren litt er zunehmend an einem Gehörleiden. Gabriel Fauré starb am 4. November 1924 in Paris.

George Gershwin

Am 26. September 1898 wurde George Gershwin, der eigentlich Jacob Gershovitz hieß, als Sohn eines russisch-jüdischen Einwanderers in East New York, dem heutigen Brooklyn, geboren.

Bereits ab 1910 erhielt er Klavierunterricht. Ab 1914 arbeitete er als Gutachter für Unterhaltungsmusik in einem New Yorker Musikverlag. Angeregt durch diese Tätigkeit, versuchte er sich in der Komposition von Tanzliedern und Songs. Sein erster Song "When You Want 'Em You Can't Get 'Em" wird 1916 veröffentlicht. Obwohl der Song erfolglos bleibt, werden einige Broadway-Komponisten auf Gershwin aufmerksam und verwenden in den kommenden Jahren mehrere seiner Songs in ihren Stücken.

1919 schreibt er seine erste eigene Broadway-Revue "La, La Lucille". Anlässlich der "Scandals" komponiert er 1922 die einaktige Oper "Blue Monday", die später in "135th Street" umbenannt wird.

Mit dem Musical "Lady, Be Good!" gelingt Gershwin 1924 sein erster großer Broadway-Erfolg. Das Musical enthält u.a. die Stücke "Fascinating Rhythm" und "Oh, Lady, Be Good!". Wie in diesem Fall arbeitete er auch später viel mit seinem Bruder Ira Gershwin (1896 - 1983) als Texter zusammen. Sie werden in den nächsten Jahren zu einem der erfolgreichsten "Song-Writer-Teams" des Broadway.

1935 wird George Gershwins "Folk-Opera" "Porgy and Bess" in Boston und New York uraufgeführt. Damit schaffte Gershwin die erste eigenständige nordamerikanische Oper.

Am 11. Juli 1937 stirbt er in Berverly Hills an den Folgen eines Gehirntumors.

Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer wurde am 12. April 1956 in Göttingen geboren.

Er gründete seine erste Band mit 12 Jahren. 1974 lieferte Grönemeyer seine ersten Kompositionen für das Schauspielhaus Bochum ab. 1975 machte er Abitur und nahm ein Studium der Rechts- und Musikwissenschaften auf. Parallel dazu lief sein Engagement als musikalischer Leiter und Schauspieler am Schauspielhaus Bochum unter der Leitung von Peter Zadek.

Höhepunkt seiner Filmkarriere war sicherlich 1980/81 der internationale Filmhit "Das Boot", in dem er in einer der Hauptrollen als Leutnant Werner zu sehen ist.

Seit seinem Erfolg mit dem Album "4630 Bochum" 1984 konzentrierte sich Grönemeyer jedoch auf die Musik und produzierte mit "Sprünge" (1986), "Ö" (1988), "Luxus" (1990), "Chaos" (1993), "Bleibt alles anders" (1998) und "Mensch" (2002) 7 weitere Erfolgsalben. Für diese hat er im deutschsprachigen Raum bisher 23 Mal Platin verliehen bekommen. Weit über drei Millionen Fans besuchten seine Konzerte.

Dieter Hallervorden

Dieter Hallervorden wurde am 5. September 1935 geboren.

Als Kabarettist gründete er in Berlin die "Wühlmäuse".

Auch als Schauspieler trat er in durchaus ernsten Rollen in Erscheinung, so zum Beispiel 1970 im kritischen Fernsehfilm "Das Millionenspiel" neben Jörg Plewa.

Bekannt wurde er vor allem durch Klamaukfilme, von denen "Didi - Der Doppelgänger" und "Didi und die Rache der Enterbten" aus dem Jahr 1984 zu den bekanntesten zählen dürften.

Durch seine Popularität konnte er 1994 in "Hallervordens Spott-Light" auch im Fernsehen schließlich zu seinen kabarettistischen Ursprüngen zurückkehren und hierbei auch das Publikum überzeugen.

1996 versuchte er sich kurz in der Samstagabend-Show "Verstehen Sie Spaß?" als Showmaster - was ihm jedoch nur leidlich glückte und somit ein kurzes Gastspiel blieb.

Friedrich Hollaender

Friedrich Hollaender wurde am 18. August 1896 in London geboren.

1915 beginnt er sein Kompositionsstudium bei Engelbert Humperding und arbeitet für das Kabarett "Schall und Rauch", für das auch Hollaender bis 1925 etliche Chansons und Kabarettlieder komponierte. 1930 gelingt ihm der Durchbruch mit den Liedern (z.B. "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt") zum Film "Der blaue Engel" mit Marlene Dietrich.

1931 eröffnet Hollaender das "Tingel-Tangel-Theater" in Berlin, das sich großen Zustroms erfreut. 1933 wird das "Tingel-Tangel-Theater" unter massivem Druck der Nazis geschlossen.

Hollaender flieht zuerst nach Frankreich und trifft dort alte Freunde von seiner Amerikareise wieder. Einer von ihnen vermittelt Hollaender einen Job als Regisseur in Hollywood. So überquert er den Atlantik in Richtung USA.

Jetzt erst spielen Wien, Prag und Zürich seine Revuen, wie z.B. "Höchste Eisenbahn!" und "Allez-Hopp!", nach. 1934 eröffnet er sein "Tingel-Tangel-Theater" zum zweiten Mal, dieses Mal aber in Hollywood, wo er dann beginnt Musik für Hollywoodfilme zu schreiben.

1955 zieht es Hollaender dann doch wieder nach Deutschland zurück und er sucht sich einen Wohnsitz in München. Am 18. Januar 1976 stirbt Hollaender, über den schon zu Lebzeiten (1965, 1972) Biographien und Filme gedreht wurden und der somit eine lebende Legende war.

Peter Kreuder

Peter Kreuder erblickte am 18. August 1905 in Aachen das Licht der Welt. Schon früh zeigte sich seine musikalische Begabung: Bereits 1908 erhielt er in Berlin am "Sternschen Konservatorium" Klavierunterricht, 1911 gab er unter Leitung von Hermann Abendroth in Köln sein erstes Konzert. Während des ersten Weltkrieges besuchte er in Hamburg die Musikakademie Dr. Hans Hermann, 1918 hatte er bereits sein erstes Engagement als Korrepetitor und Bühnenpianist bei den Hamburger Kammerspielen.

1924 machte er schließlich in München sein Abschlussexamen als Komponist, Dirigent und Pianist an der staatlichen Akademie der Tonkünste. Es folgten weitere Engagements in Deutschland, von wo aus er auch die Musik zu zahlreichen Filmen komponierte sowie Opern und Operetten und weiteren musikalischen Stücken schrieb.

Nach dem zweiten Weltkrieg gelang ihm auch der internationale Durchbruch. Bereits 1947 wurde er in den USA zum drittbesten Jazzkapellmeister der Welt gewählt. Nach weiteren Stationen in den USA und Südamerika kehrte er schließlich nach Europa zurück, schrieb weiter Musicals, Revuen und Filmmusiken.

Am 28. Juni 1981 verstarb er in Salzburg, bekam aber noch posthum 1982 die "goldene Europa" und 1995 die "goldene Stimmgabel" verliehen.

Thomas Krieger

Thomas Krieger wurde am 18. November 1972 in Mülheim an der Ruhr geboren. Nach seiner Grundschulzeit besuchte er von 1983 bis 1992 das Gymnasium Borbeck, wo er erstmals mit dem Theater in Berührung kam.

Zu dieser Zeit lernte er auch Oliver Schürmann kennen, mit dem er zusammen 1992 das "musikalische Kriminalstück 'Mord im Morgengrauen'" schrieb, welches am 23. Juni 1993 in der Aula des Mädchengymnasium Borbeck in Essen uraufgeführt wurde.

Während seiner Grundwehrdienstzeit 1994/95 verfasste er sein erstes eigenständiges Theaterstück "Mord inklusive". Dieses wurde am 18. März 1996 in der Aula der Geschwister-Scholl-Realschule in Essen-Borbeck uraufgeführt.

Seit dieser Zeit versucht er sich als Autor an mehreren Bühnenstücken und Romanen, ohne bis heute ein weiteres Werk vollendet zu haben.

Dafür ist er weiter Laienschauspieler und spielte im von ihm mitbegründeten TheaterLaien e.V. unter anderem in so verschiedenen Stücken wie "Cyrano de Bergerac" und "Faust" mit. Zuletzt war er zu sehen in der Rolle des Ill in Dürrenmatts "Besuch der alten Dame".

Loriot

Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. Er besuchte von 1934 bis 1941 das Humanistische Gymnasium Berlin und Stuttgart, von 1947 bis 1949 die Kunstakademie Hamburg.

Seit 1950 zeichnete er Cartoons für den "Stern" und legte sich den Künstlernamen "Loriot" zu, welcher die französische Bezeichnung des Wappentiers seiner Familie, des Pirols, ist. Seit 1953 schreibt er verschiedene Bücher und war 1967 in der TV-Serie "Cartoon" erstmals als Autor und Schauspieler für das Fernsehen tätig. 1968 wurde ihm der Adolf-Grimme-Preis verliehen, 1969 bekam er die Goldene Kamera.

1971 entwarf er für die "Aktion Sorgenkind" den TV-Hund Wum und war seit 1976 als Autor, Hauptdarsteller und Regisseur in der Serie "Loriot" erneut bildschirmpräsent, wodurch seine zahlreichen Sketche bekannt wurden. 1978 wurde ihm erneut die Goldene Kamera verliehen. Zahlreiche weitere Preise zieren seine einzigartige Karriere. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich 1985/86 die Inszenierung der Oper "Martha" an der Staatsoper Stuttgart, bei der der beliebte Künstler für Regie, Bühnenbild und Kostüm verantwortlich zeichnete.

1988 feierte dann sein erster Kinofilm "Ödipussi" Premiere, in dem er wieder Autor, Regisseur und Hauptdarsteller war.

1991 folgte dann sein zweiter Spielfilm "Pappa ante portas", in dem er natürlich auch als Autor, Regisseur und in der Hauptrolle in Erscheinung trat.

Dieter Perlowski

Dieter Perlowski ist am 13. April 1950 in Buxtehude geboren. Dort besuchte er auch die Schule und machte 1969 sein Abitur.

Während der vierjährigen Bundeswehrzeit hat er im Rahmen der Unteroffiziersausbildung Rhetorik gelehrt. Seine dabei erzielten Erfahrungen, insbesondere in der freien Rede vor Publikum, halfen ihm bei seinem weiteren Werdegang. Sein Informatikstudium an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt schloss Perlowski als Dipl.-Inf. (FH) mit Notendurchschnitt 1,3 ab. Seitdem ist er am Rechenzentrum der Universität Würzburg angestellt.

1984 gründete er den Verein GELA '84 (GErbrunner LAienspielgruppe) mit. 1986 übernahm Dieter Perlowski die Leitung des Vereins. Im Rahmen der Vereinsarbeit schrieb Perlowski fünf Komödien und den größten Teil der Prosatexte für über 20 Kabarettprogramme, wirkte auch in allen Programmen mit und führte Regie.

Seine bevorzugte Darstellungsart ist das kabarettistische Solo.

Hans-Joachim Preil

Der Autor, Schauspieler und Komiker Hans-Joachim Preil wurde am 26. Juni 1923 in Köslin geboren.

Preil hat nach dem zweiten Weltkrieg durch seine Tätigkeit und sein Engagement im kulturellen Bereich viel für die Bürger der DDR getan. Seine Sketche und Sendungen waren für viele DDR-Bürger immer "Pflichtprogramm".

Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Rolf Herricht bildete er das legendäre Komikerduo und war aus der DDR-Kultur nicht wegzudenken. Herricht gab den Liebenswürdig-Naiven, Preil dagegen durfte den ewig meckernden, besserwisserischen Oberlehrer spielen. Über seine Sketche hinaus schrieb Preil zahlreiche Bühnenstücke, inszenierte Shows für den Friedrichspalast und gehörte 30 Jahre dem Ensemble des DDR-Fernsehens an.

Nach dem Tode Herrichts im Jahre 1981 jedoch zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Als Autor sämtlicher Sketche von "Herricht und Preil" verstand er es mit seinen Wortwitzen, die Menschen zum Lachen zu bringen. Die inzwischen auf CD gebrannten Wortduelle haben auch noch heute ihre treue Fangemeinde.

Hans-Joachim Preil verstarb schließlich am 2. November 1999 an Herzversagen.

Henry Purcell

Der britische Komponist Henry Purcell kam im Jahre 1659 in London zur Welt. Seine Familie war sehr musikalisch und der junge Henry kam, wie es üblich war, als Knabe in den Kirchenchor. Als er sich dort als begabt zeigte, wurde er zum Organisten ausgebildet.

1679 übernahm er an der Westminster Abbey die Organistenstelle seines Lehrers John Blow. Diese Anstellung behielt er bis zu seinem frühen Tode.

Obwohl Purcell nur 36 Jahre alt wurde, hinterließ er ein gewaltiges Oeuvre. Auf beinahe allen Gattungsgebieten hat Purcell maßgeblich gewirkt und so den Grundstein einer nationalenglischen Musik gelegt. Zu seiner Zeit nannte man ihn den "Orpheus Britannicus". Purcell verband die weitentwickelte Polyphonie des Elisabethanischen Zeitalters und den von ihm meisterhaft beherrschten Kontrapunkt mit dem italienischen Operngesang und der französischen Chortechnik.

Nach dem Tode von Henry Purcell am 21. Januar 1695 kam das britische Musikleben für die nächsten 200 Jahre beinahe zum Erliegen.

Thomas Waller

Thomas Wright Waller, besser bekannt als Fats Waller, wurde 1904 in New York City geboren.

Er spielte als Pianist in den zwanziger Jahren in vielen Theatern und Clubs in Manhatten, unter anderem als Begleiter von Bessie Smith. Während der dreißiger Jahre trat er als Solist und Kopf einer eigenen Band hervor, mit der er viele Plattenaufnahmen und auch zahlreiche Tourneen, unter anderem auch nach Europa, machte.

Stilistisch war er anfangs stark von seinem Lehrer James P. Johnson beeinflusst, später wurde er einer der maßgeblichen Pianisten des Swing. Dazu kam sein humorvoller Gesang, der nicht unwesentlich zu seinem Erfolg beitrug.

Fats Waller schrieb über 400 Kompositionen, darunter "Squeeze Me", "Ain't Misbehavin'", "Black and Blue", "Keep a Song in Your Soul", "Keepin' Out of Mischief Now" und "Honeysuckle Rose". Noch 1943 spielte er in dem Film "Stormy Weather" mit. Im gleichen Jahr verstarb er.

Thomas Krieger