Die Autoren

Jochen Busse

Jochen Busse wurde am 28. Januar 1941 in Iserlohn geboren.

Als Kabarettist und Schauspieler war er von 1980 bis 1991 Mitglied der Münchener Lach- und Schießgesellschaft. Seine Popularität steigerte sich mit seinen in den letzten Jahren gestiegenen TV-Aktivitäten, zum Beispiel seit 1996 in "Sieben Tage, sieben Köpfe" und von 1997 - 2002 in der Serie "Das Amt".

In seiner neuesten Serie "Die Hinterbänkler" auf SAT.1 verkörpert er den starrköpfigen CDU-Politiker Husselmann, der sich seine Wohnung mit einem Amtskollegen der SPD teilen muss.

Daneben ist er aber weiterhin auch als Kabarettist und Schauspieler tätig, beispielsweise im letzten Jahr mit dem Stück "Shakespeares sämtliche Werke, leicht gekürzt".

Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin

Diese sechs Künstler, besser bekannt als "Monty Python", gelten als Aushängeschild des britischen Humors.

Graham Chapman, John Cleese und Eric Idle studierten in Cambridge, Terry Jones und Michael Palin in Oxford. Der Wahlengländer Terry Gilliam wurde von den Oxfordern sozusagen adoptiert. Es gibt eine Theorie, nach der die Gruppe wesentlich von der Balance des (vielleicht etwas verschrobeneren) Cambridger und des (vielleicht etwas brachialeren) Oxforder Humors geprägt wurde. Very british, sozusagen. Eine andere Balance war die zwischen den beiden Dickschädeln der Gruppe - Terry Jones (als Begründung wird allgemein die Tatsache akzeptiert, dass er in Wales geboren wurde) und John Cleese, Publikumsliebling und Starpython.

Wie es nun auch um derartige spannungsvolle Momente bestellt war - John Cleeses Ausstieg aus der BBC-Serie nach der dritten Staffel 1973 brachte die Pythons deutlich aus dem Gleichgewicht, auch wenn Gilliam, der sich bis dahin auf Regie und Trickfilme konzentriert hatte, verstärkt als Schauspieler in die Bresche sprang. 1975 erschien "Die Ritter der Kokosnuss" ("Monty Python and The Holy Grail"), 1979 "Das Leben des Brian" ("The Life of Brian"). Ein Live-Auftritt "Live at the Hollywood Bowl" (1982) gewann als Film neue Fans mit alten Sketchen. Den Abschluss machte "Der Sinn des Lebens" ("The Meaning Of Life", 1983) - das letzte gemeinsame Projekt von Monty Python's Flying Circus.

Nur gemeinsam waren Monty Python's Flying Circus ein Glücksfall der Comedy- und Fernseh-Geschichte.

Robert Gernhardt

Robert Gernhardt wurde am 13. Dezember 1937 in Reval/Estland geboren.

Er studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin und lebt seit 1964 in Frankfurt am Main.

Von April 1964 bis Dezember 1965 war er Redakteur von "pardon - die satirische monatsschrift", seitdem ist er freiberuflicher Maler, Zeichner, Karikaturist und Schriftsteller.

Gernhardt ist Mitbegründer von "Titanic - Das endgültige Satiremagazin" und wird der sogenannten "Neuen Frankfurter Schule" zugerechnet.

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen hat er unter anderem in Berlin, Frankfurt am Main, Basel und Regensburg. Er ist Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.

Zu seinen Werken zählen unter anderem auch die Drehbücher zu dem Kinofilm "Das Casanova-Projekt" (1981) sowie zu den vier Otto-Filmen (1985 - 1992).

Robert Gernhardt gilt als erfolgreichster lebender deutscher Autor.

Dieter Hallervorden

Dieter Hallervorden wurde am 5. September 1935 geboren.

Als Kabarettist gründete er in Berlin die "Wühlmäuse".

Auch als Schauspieler trat er in durchaus ernsten Rollen in Erscheinung, so zum Beispiel 1970 im kritischen Fernsehfilm "Das Millionenspiel" neben Jörg Plewa.

Bekannt wurde er vor allem durch Klamaukfilme, von denen "Didi - Der Doppelgänger" und "Didi und die Rache der Enterbten" aus dem Jahr 1984 zu den bekanntesten zählen dürften.

Durch seine Popularität konnte er 1994 in "Hallervordens Spott-Light" auch im Fernsehen zu seinen kabarettistischen Ursprüngen zurückkehren.

1996 versuchte er sich kurz in der Samstagabend-Show "Verstehen Sie Spaß?" als Showmaster - was ihm jedoch nur leidlich glückte und somit ein kurzes Gastspiel blieb.

Diether Krebs

Diether Krebs wurde 1947 in Essen geboren.

Zunächst profilierte er sich auf kleinen Theaterbühnen und wirkte in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen mit, ehe er dann in den 70er-Jahren mit seiner Rolle in der Serie "Ein Herz und eine Seele" zum Durchbruch kam. Als Schwiegersohn von Ekel Alfred, den der wunderbare Heinz Schubert spielte, bot er diesem immer wieder Paroli. Dabei bewies Krebs sein komisches Talent, das zur Grundlage seiner ansehnlichen Fernsehkarriere werden sollte.

Mit der Serie "Sketchup'', in der er zwischen 1983 und 1986 an der Seite von Beatrice Richter und Iris Berben für die ARD vor der Kamera stand, eroberte er erneut die Zuneigung der deutschen Fernsehzuschauer. "Voll daneben'' schließlich, die Comedyserie, die 1991 und 1997 im Ersten gezeigt wurde, war ein weiterer Höhepunkt des Fernsehkomikers.

Diether Krebs verstand sich jedoch auch auf ernstere Rollen. Als ein wenig zerzauster, oft mampfender Kommissar war er zwischen 1977 und 1984 in über einhundert Folgen der Krimiserie "SOKO 5113'' zu sehen. Ein Gastspiel als "Tatort''-Kommissar und verschiedene Rollen als Fernseh-Bösewicht machten deutlich, dass er als Schauspieler durchaus ernst zu nehmen war.

Das Ende bei "Ein Herz und eine Seele'' kam, weil die Serie politisch entschärft werden sollte. Das neue Konzept wollte Krebs nicht mittragen. Und "Sketchup'' fand ein ähnliches Ende. Krebs unterstellte den Programmverantwortlichen, dass sie den politischen Spielraum der Serie beschneiden wollten. Also stieg er aus. Zuletzt war er im Fernsehen in "Der Dicke und der Belgier" zusammen mit Cary Goosens zu sehen.

Diether Krebs ist am 5. Januar 2000 im Alter von zweiundfünfzig Jahren gestorben.

Loriot

Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. Er besuchte von 1934 bis 1941 das Humanistische Gymnasium Berlin und Stuttgart, von 1947 bis 1949 die Kunstakademie Hamburg.

Seit 1950 zeichnete er Cartoons für den "Stern" und legte sich den Künstlernamen "Loriot" zu, welcher die französische Bezeichnung des Wappentiers seiner Familie, des Pirols, ist. Seit 1953 schreibt er verschiedene Bücher und war 1967 in der TV-Serie "Cartoon" erstmals als Autor und Schauspieler für das Fernsehen tätig. 1968 wurde ihm der Adolf-Grimme-Preis verliehen, 1969 bekam er die Goldene Kamera.

1971 entwarf er für die "Aktion Sorgenkind" den TV-Hund Wum und war seit 1976 als Autor, Hauptdarsteller und Regisseur in der Serie "Loriot" erneut bildschirmpräsent, wodurch seine zahlreichen Sketche bekannt wurden. 1978 wurde ihm erneut die Goldene Kamera verliehen. Zahlreiche weitere Preise zieren seine einzigartige Karriere. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich 1985/86 die Inszenierung der Oper "Martha" an der Staatsoper Stuttgart, bei der er für Regie, Bühnenbild und Kostüm verantwortlich zeichnete.

1988 feierte sein erster Kinofilm "Ödipussi" Premiere, in dem er wieder Autor, Regisseur und Hauptdarsteller war. 1991 folgte dann sein zweiter Spielfilm "Pappa ante portas", in dem er natürlich auch als Autor, Regisseur und in der Hauptrolle in Erscheinung trat.

Uwe Lyko

Uwe Lyko, Kind der Stadt Essen spielte Anfang der 80er-Jahre in der Punk-/Rock'n'Roll-Band "B1". Seine witzigen Anmoderationen und seine lang gehegte Lust auf ein Einerlei aus Musik, Comedy, Theater und Klamauk machten ihn nach und nach zum Kabarettisten und Entertainer. 1988 begann "Herbert Knebels Affentheater", bestehend aus den vier Essener Originalen Ozzy Ostermann, Ernst Pichel, dem Trainer und Herbert Knebel selbst. Das Quartett verkörperte jene Eckensteher, die wartend und wetternd in Trinkhallen rumlungern, und tingelte durchs Ruhrgebiet, wo es bald zur Kulttruppe wurde.

Ihr Weg nach oben, ins bundesweite Fernsehen, war ein langer schwerer Anstieg. Sie haben eine Kleinbühne nach der anderen bespielt. Dauer-Touren lehnten sie genauso ab wie TV-Sendungen, in die sie nicht hineinpassen. Ohne Manager, aber mit Geduld, erspielten sie sich Auftritte in "Wetten dass...?", der "Harald-Schmidt-Show", im "Quatsch-Comedy-Club", in Ingolf Lücks "Wochenshow" und auf dem "3-Sat-Kleinkunstfestival". Radio-Shows beim WDR festigten ihre landesweite Popularität.

Uwe Lyko schreibt alle Texte selbst, da lag Herbert Knebel solo nah. Auch als Bücher sind seine Sketche veröffentlicht worden ("Boh glaubse", "Knapp vorbei, doch nie daneben", "Meine Fresse"). Zwar will der schlagfertige Frührentner "nichts verändern, sondern nur unterhalten". Aber so wie er den kleinbürgerlichen Alltag aufspießt und sich dackelgleich in ihm festbeißt, verletzt er ein unbegründetes, wenn auch funktionierendes Regelwerk. Keine Situation ist zu banal, als dass sie ein geordnetes Leben nicht in ein Schlachtfeld verwandeln könnte. Manch einer kommt da am Ende auf dumme Gedanken. Weil Herbert Knebel aber nie böse wird, sich immer ein wenig naiv gibt und über sich selbst lustig macht, ist er der willkommene Kauz, der an etwas Schönes erinnert: Das Leben ist auch in den grausten Tönen noch bunt. Der Frührentner mit dem Knautschgesicht rührt nassforsch etwas Technicolor in die verrußte Ruhrpottseele, und dafür liebt ihn nicht nur NRW. Seine Emscher Mundart gehört zu den wenigen republikweit verstandenen Dialekten, die doch unverwechselbar sind und schon im Tonfall das Leben auf die Schippe nehmen.

Hans-Joachim Preil

Der Autor, Schauspieler und Komiker Hans-Joachim Preil wurde am 26. Juni 1923 in Köslin geboren.

Preil stellte nach dem zweiten Weltkrieg einen großen Teil der DDR-Kultur dar und hat durch seine Tätigkeit und sein Engagement viel für die Bürger der DDR getan. Seine Sketche und Sendungen waren für viele DDR-Bürger immer "Pflichtprogramm".

Zusammen mit seinem Freund und Kollegen Rolf Herricht bildete er das legendäre Komikerduo und war aus der DDR-Kultur nicht wegzudenken. Herricht gab den Liebenswürdig-Naiven, Preil dagegen durfte den ewig meckernden, besserwisserischen Oberlehrer spielen. Über seine Sketche hinaus schrieb Preil Bühnenstücke, inszenierte Shows für den Friedrichspalast und gehörte 30 Jahre dem Ensemble des DDR-Fernsehens an.

Nach dem Tode Herrichts im Jahre 1981 jedoch zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück. Als Autor sämtlicher Sketche von "Herricht und Preil" verstand er es mit seinen Wortwitzen, die Menschen zum Lachen zu bringen. Die auf CD gebrannten Wortduelle haben noch heute ihre treue Fangemeinde.

Hans-Joachim Preil verstarb schließlich am 2. November 1999 an Herzversagen.

Marc Weitkowitz

Marc Weitkowitz wurde am 15. September 1974 in Essen geboren.

Bereits während seiner Schulzeit traten in der Theatergruppe der Alfred-Krupp-Schule seine schauspielerischen Fähigkeiten zu Tage. Hier spielte er unter anderem in "Ein besserer Herr", "Die Dreigroschenoper" und "Der fröhliche Weinberg" mit. Ende 1995 war er Mitbegründer des TheaterLaien und spielte unter anderem die Titelrollen in so unterschiedlichen Stücken wie "Cyrano de Bergerac", "Der Tolpatsch" oder "Faust" und wirkte ebenso in den Produktionen "Mord inklusive", "Bunbury", "Der Mikado", "Comedyvening", "Don Gil mit den Grünen Hosen" und "Die Hochzeit des Figaro" mit.

Im Jahr 2001 versuchte er sich erstmals auch als Autor und schrieb einige Sketche, von denen beim diesjährigen "Comedyvening 2002" zwei uraufgeführt werden.

Thomas Krieger