Der Inhalt

Erster Akt

November 1945

Otto Frank betritt zum ersten Mal nach seiner Verschleppung ins KZ das Versteck, in dem er und sieben weitere Menschen zweieinhalb Jahre unter engsten Bedingungen gelebt haben. Da die Erinnerungen an diesen Ort zu schrecklich sind, will er alles verbrennen lassen und fortziehen. Seine Angestellte und Helferin Miep Gies zeigt ihm das Tagebuch seiner Tochter Anne, welches sie aufgehoben hat. Otto Frank beginnt, darin zu lesen ...

Juli 1942

Das Leben für Juden wird im von Nazi-Deutschland besetzten Amsterdam immer unerträglicher. So beschließen Otto Frank, seine Frau Edith sowie ihre Töchter Margot und Anne im Hinterhaus des Geschäfts von Otto Frank Unterschlupf zu finden. Auch Herrn und Frau van Daan sowie deren Sohn Peter soll das Versteck künftig als zu Hause dienen. Unterstützt werden die Sieben von Herrn Kraler und Miep, die beide für Herrn Frank gearbeitet haben und nun die Geschäfte fortführen. Beide versorgen die sieben Versteckten mit Lebensmitteln. Die Behausung ist beengt, nur vier Räume stehen den Sieben zur Verfügung und tagsüber, wenn die Arbeiter im Geschäft sind, dürfen keine verdächtigen Geräusche aus der Wohnung kommen, alle müssen sich äußerst leise verhalten. Die forsche Anne will sich möglichst rasch mit Peter anfreunden, doch der ist verschlossen und spielt lieber mit seiner Katze Muschi. Von ihrem Vater bekommt Anne ein Tagebuch geschenkt, in dem sie fortan alle Ereignisse und ihre Gedanken zu Papier bringt.

September 1942

Zwei Monate leben die Sieben nun in ihrem Versteck; bei jedem verdächtigen Geräusch von draußen ist der Schrecken groß, vielleicht doch entdeckt worden zu sein. Aber auch die Spannungen untereinander werden immer deutlicher. Anne zieht Peter immer öfter auf, die Streitereien zwischen Herrn und Frau van Daan werden ebenfalls heftiger. Als Anne versehentlich den Pelzmantel von Frau van Daan mit Milch bespritzt, ist diese außer sich. Doch damit nicht genug: Herr Kraler sucht die beiden Familien auf und bittet darum, einen weiteren Menschen bei sich aufzunehmen: Den Zahnarzt Dussel. Er zieht zu Anne ins Zimmer und zeigt sich ob der neuen Situation zunächst äußerst verwirrt.

November 1942

Anne wird nachts immer wieder von Albträumen geplagt. Doch ihrer Mutter will sie sich nicht anvertrauen, was dieser stark zu schaffen macht. Einzig zu ihrem Vater pflegt Anne ein liebevolles Verhältnis. Dezember 1942 Der erste Abend des Chanukka-Festes. Alle haben sich feierlich gekleidet und Anne hat zur großen Überraschung für alle Geschenke gebastelt. Die Feier wird jedoch durch ein Geräusch aus dem Laden unterbrochen. Unglücklicherweise stürzt Peter in diesem Moment mit lautem Krach, so dass die Gefahr besteht, dass man nun entdeckt ist. Doch offenbar handelte es sich unten um einen Einbrecher, der nun die Flucht ergriffen hat. Nur Dussel befürchtet, dass dieser Einbrecher der Grünen Polizei eines Tages das Versteck verraten könnte. Verängstigt wird ein Chanukka-Lied angestimmt.

Zweiter Akt

Januar 1944

Zum neuen Jahr bringen Miep und Herr Kraler Blumen und einen Kuchen. Kraler berichtet von einem Arbeiter, der auf den geheimen Eingang zum Versteck geblickt und dabei eine Gehaltserhöhung verlangt hat. Dussel denkt sofort an den Einbrecher und so beschließt man, den Forderungen nachzugeben. Doch durch das zunehmende Aufeinanderhocken und die Gefahr von Außen wird das Verhältnis der Erwachsenen untereinander immer angespannter. Anne und Peter führen unterdessen ihr erstes ernsthaftes Gespräch.

März 1944

Anne trifft sich nun regelmäßig mit Peter und beide entwickeln Gefühle füreinander. Dabei werden sie vor allem van Frau van Daan aufgezogen.

Juni 1944

Zufällig entdecken die Versteckten, dass Herr van Daan nachts heimlich Essensvorräte für sich stiehlt. Die Situation eskaliert, Frau Frank möchte die van Danns am Liebsten sofort vor die Tür setzen. Da platzt Miep herein und berichtet vom D-Day: Die Alliierten sind in Frankreich gelandet. Sofort dreht sich die Stimmung und alle liegen sich freudig in den Armen.

August 1944

Immer wieder schellt im Untergeschoss das Telefon. Trotz Drängen von van Daan und Dussel will Otto Frank nicht ans Telefon gehen, um niemandem die Anwesenheit zu verraten. Die Befürchtungen, dass etwas Schlimmes passiert ist, sind groß, und die Ungewissheit ist für alle kaum zu ertragen. Da halten plötzlich zwei Autos vor der Tür, es klingelt Sturm: Die Versteckten sind entdeckt! Kurz darauf betritt ein Nazi-Offizier das Versteck.

November 1945

Herr Frank schließt mit dem letzten Eintrag das Tagebuch. Der Krieg ist vorüber, aber seine Frau und Kinder, seine übrigen Mitbewohner, sie sind alle tot. Sie alle kamen in den Konzentrationslagern ums Leben.

Thomas Krieger