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Das Tagebuch der Anne Frank

TheaterLaien-Premiere am Freitag in der Aula des Mädchengymnasiums

"Spielt einfach durch. Tut so, als ob zwölf Schulklassen hier wären, die Lärm machen, und spielt einfach weiter." So weist Thomas Krieger das Ensemble des TheaterLaien an, während er noch mit der Stereoanlage beschäftigt ist. Krieger führt Regie bei der aktuellen Produktion des Ensembles: "Das Tagebuch der Anne Frank".

Frühling ist Dramazeit für das TheaterLaien. In diesem Jahr hat sich das Ensemble dafür Frances Goodrichs und Albert Hacketts "Das Tagebuch der Anne Frank" ausgesucht.

Sie erzählen auf der Bühne die Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie, die weltweit bekannt ist und nie an Brisanz verliert: Die Familie Frank muss 1933 aufgrund ihres jüdischen Glaubens aus Deutschland fliehen. In Amsterdam hat Otto Frank das Angebot erhalten, eine Firma aufzubauen. So zieht die Familie in die Niederlande. Die Schwestern Margot und Anne wachsen dort auf.

Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in die Niederlande 1940 verschlechtern sich die Lebensumstände der Familie dramatisch: Schließlich sieht Otto Frank keine andere Möglichkeit als unterzutauchen. In einem Hinterhaus versteckt sich Familie Frank gemeinsam mit der Familie van Pels - in Annes Tagebuch "van Daan" genannt - und später Fritz Pfeffer - bei Anne "Dussel" - auf engem Raum.

Über ihre Erlebnisse, Gefühle und die Einschränkungen und Konflikte in ihrem engen Versteck berichtet Anne Frank fortan in ihrem Tagebuch, das heute als einzigartiges Dokument aus der Zeit des Holocaust gilt.

Das Ensemble des TheaterLaien arbeitet unter der Regie von Thomas Krieger und der Gesamtleitung von Tim Meier bereits ein halbes Jahr an dem Stück: Montags und donnerstags proben sie in der Aula des Mädchengymnasiums.

"Das ist ein bisschen länger als sonst, wir konnten einige Szenen öfter proben als bei anderen Produktionen", so Tim Meier.

Und auch sonst ist das Ensemble ziemlich entspannt: "Es gab schon Produktionen, bei denen wir Nächte durchgemacht haben, um die Bühnenbilder zusammenzuschrauben. Bei dieser Produktion liegen wir aber gut in der Zeit. Es gibt zwar noch einiges, was wir noch erledigen müssen, aber das ist alles gut machbar."

Seit einem Probenwochenende Ende März proben die Schauspieler in Kostümen. "Das Bühnenbild ist dieses Mal sehr aufwändig", so Tim Meier.

Die Bühne ist in drei Teile aufgeteilt, die jeweils einen Raum des Verstecks darstellen: So macht das TheaterLaien die Enge im Versteck deutlich.

Die Beleuchtung soll immer nur den Teil der Bühne erhellen, auf der gerade die Haupthandlung stattfindet: "Damit das wirklich funktioniert, müssen wir noch etwas 'rumprobieren."

Das Ensemble ist mit viel Spaß bei der Sache. Schon vor Beginn der Probe ist die Stimmung spürbar gut, und auch wenn das Stück ernst ist, merkt man den Akteuren den Spaß beim Spiel an. Beim Fototermin scherzt und lacht das Ensemble: "Jeder guckt jetzt mal seiner Rolle gemäß!"

Und als sich Annika Rupp als Anne beim Proben in ihrer Strumpfhose verheddert und über die Bühne hüpft, fällt es auch dem erfahrenen Ensemble des TheaterLaien schwer, todernst zu bleiben.

Bei der Probe steht Akt I auf dem Plan: "Wir proben heute einmal im Durchlauf, aber mit improvisiertem Bühnenbild."

Der Vorhang geht zu, das Licht wird justiert. Hinter der Bühne hört man Gemurmel, schließlich kommt Thomas Kriegers Stimme aus dem Nichts: "Dann mal Vorhang auf!" Der Vorhang öffnet sich und es herrscht Totenstille in der Aula.

Marc Weitkowitz betritt in der Roll des trauernden Otto Frank die Bühne. Obwohl nur ein paar Stühle das Bühnenbild symbolisieren und die Requisiten fehlen, nimmt man ihm die Rolle gleich ab.

Und als das Stück in die Rückblende geht und plötzliche Annika Rupp als Anne im karierten Rock und Anika Winter als Frau van Daan im Pelzmantel gemeinsam mit den anderen kostümierten Darstellern die Bühne betreten, gewinnt man einen ersten Einblick von dem, was bald das fertige Stück sein wird.

Wenn die Proben für das Stück schon so überzeugend sind, wie gut mag dann erst die fertige Produktion mit allem Drum und Dran sein?

Wer sich davon überzeugen möchte, der kann am Freitag, 23. April, um 19 Uhr zur TheaterLaien-Premiere von "Das Tagebuch der Anne Frank" in die Aula des Mädchengymnasiums an der Drogandstraße kommen.

Am Samstag, 24. April, gibt es eine weitere Aufführung.

Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt vier Euro.

Borbecker Nachrichten vom 22.04.2010

 

 

Das Tagebuch der Anne Frank

Das TheaterLaien e.V. zeigt am 23. und 24. April, jeweils um 19 Uhr in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, "Das Tagebuch der Anne Frank".

Karten gibt es unter Tel. 0101/6141645 oder an der Abendkasse.

Borbeck Kurier vom 17.04.2010

 

 

Das Tagebuch der Anne Frank

TheaterLaien e.V. spielt im MGB

Das TheaterLaien e.V. zeigt am 23. und 24. April, jeweils 19.00 Uhr in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, "Das Tagebuch der Anne Frank" - die Geschichte über acht Menschen, die sich vor dem Terror der Nationalsozialisten in einem Amsterdamer Geschäftshaus versteckt hielten.

Ihre Erlebnisse und Gefühle hat Anne Frank in einem Tagebuch festgehalten, das sie in diesem Versteck führte. Ihr Bericht über das Leben in völliger Isolation und ständiger Angst ist eines der erschütterndsten und bewegendsten Dokumente über das Leid der Juden in Europa, aber auch ein ermutigendes Zeichen des Lebenswillens und Triumph der Meschlichkeit.

Darsteller: Marc Weitkowitz, Antonia Metken, Sabrina Seyfferth, Annika Rupp, Tim Meier, Anika Winter, Julian Tschech, Conrad Baege, Fenja Steffen, Jörg Weitkowitz Inszenierung und Bühnenbild. Thomas Krieger, Gesamtleitung: Tim Meier.

Karten können unter 0201/6141645 und auf den Internetseiten www.theaterlaien.de bestellt oder an der Abendkasse erworben werden.

Borbeck Kurier vom 14.03.2010

 

 

TheaterLaien inszenieren Anne Frank

Das Borbecker Ensemble "TheaterLaien" bringt "Das Tagebuch der Anne Frank" von Frances Goodrich und Albert Hackett zur Aufführung. Die Proben laufen auf Hochtouren, die Aufführungen sind für den 23. und 24. April, jeweils 19 Uhr, in der Aula des Mädchengymnasiums geplant.

Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Karten kann man sich unter 614 16 45 oder per E-Mail (karten@theaterlaien.de) reservieren lassen.

Darsteller der authentischen Lebensgeschichte, die nach dem Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank inszeniert wurde, sind Antonia Metken, Annika Rupp, Sabrina Seyfferth, Fenja Steffen, Anika Winter, Conrad Baege, Thomas Krieger, Tim Meier, Julian Tschech, Jörg Weitkowitz und Marc Weitkowitz. Inszenierung und Bühnenbild stammen von Thomas Krieger. Die Gesamtleitung hat Tim Meier.

Borbecker Nachrichten vom 11.03.2010