Der Inhalt

Das Ehepaar Véronique und Michel Houillé empfängt das Ehepaar Annette und Alain Reille. Der elfjährige Ferdinand Reille hat den gleichaltrigen Bruno Houillé mit einem Stock verprügelt und ihm dabei zwei Schneidezähne herausgeschlagen. Die Eltern der beiden sind zusammengekommen, um das Geschehen zu diskutieren. Véronique ist Schriftstellerin, die an einem Buch über den Darfur-Konflikt arbeitet. Ihr Mann Michel betreibt einen Großhandel für Haushaltsartikel. Annette Reille ist Vermögensberaterin und ihr Mann Alain ein erfolgreicher Jurist, der für einen Pharmazie-Konzern arbeitet.

Das Gespräch beginnt harmlos. Annette und Alain geben sich schuldbewusst und Véronique und Michel geben zu verstehen, dass sie eine friedvolle Übereinkunft möchten, wenn nicht sogar zur Vergebung bereit sind. Doch langsam erhält der Konflikt einen anderen Ton, auch, da sich herausstellt, dass Michel heimlich den Hamster seiner Tochter entsorgt hat. Die Diskussion wird ständig durch Alain unterbrochen, da er berufliche Anrufe auf sein Handy erhält und lautstark versucht, einen Pharmazie-Skandal seines wichtigsten Klientens in den Griff zu bekommen. Immer wieder versuchen die einzelnen Beteiligten, die drohenden Eskalationen zu vermeiden und wieder in ein zivilisiertes Gespräch zurückzukehren. Und so bieten die Houillés auch Kaffee und Clafoutis an, wobei die Gesprächsatmosphäre zunehmend feindseliger wird.

Schließlich übergibt sich Annette auf einen wertvollen alten Bildband von einer Ausstellung Oskar Kokoschkas. Als sich dann noch herausstellt, dass Michels Mutter das Medikament nimmt, dessen schwerwiegende Nebenwirkungen Alain über sein Handy zu vertuschen versucht und Annette Michels Umgang mit dem Hamster als unverantwortlich und schändlich darstellt, sind die Masken endgültig gefallen.

Als Michel noch einen ausgezeichneten Rum serviert, zeigt sich endgültig, dass es auch um beide Ehen nicht gut bestellt ist. Auch wenn sich Alain letztlich in seiner Weltanschauung bestätigt sieht - er hat immer an den Gott des Gemetzels geglaubt - ist es für alle Beteiligten wohl der unglücklichste Tag ihres Lebens.

Thomas Krieger