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TheaterLaien in MGB-Aula

Am Freitag, 22. September, feiern die TheaterLaien um 19 Uhr Premiere des Stückes "Die Himmelfahrt der Oktavia Schlüter" von Horst Helfrich. Um 19 Uhr hebt sich der Vorhang in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52. Es geht um das "Konrad-Plüsch-Theater", dem die Zuschauer nach und nach verloren gehen. Die Schauspieler nehmen sich vor, keine seichten Stücke mehr zu spielen und entscheiden sich für die Tragödie "Blut für Borislav". Theaterdirektor Plüsch verliebt sich in die Hauptdarstellerin, die bei der Aufführung plötzlich stirbt. Eine weitere Aufführung findet am Samstag, 23. September, statt. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Borbeck Kurier vom 20.09.2006

 

 

Humorvolles Spiel mit dem Stück im Stück

Theaterlaien zeigen „Die Himmelfahrt der Oktavia Schlüter" im Mädchengymnasium. Komödie nimmt skurrile Wendungen

Borbeck. „Ich weiß inzwischen schon nicht mehr, was gespielt ist und was nicht", schmunzelt Thomas Krieger und lehnt sich in seinem Regiestuhl zurück. Mit 27 Schauspielern vom Verein „Theaterlaien" probt er das Lustspiel „Die Himmelfahrt der Oktavia Schlüter" von Horst Helfrich. Premiere ist am Freitag, 22. September, in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52.

„Es ist ein lustiges Stück mit viel Klamauk, aber auch subtilem Humor", erklärt der Regisseur und fügt hinzu: „Wenn man selbst schon einmal Theater gemacht hat, kann man besonders darüber lachen." Der Grund: „Die Himmelfahrt der Oktavia Schlüter" handelt von einer Theatergruppe, die ein neues Stück einstudiert. „Und dabei geht alles schief, was schief gehen kann", erzählt Krieger.„Manches ist übertrieben, aber vieles kommt mir doch sehr bekannt vor.”

Die Handlung lässt sich allenfalls grob umreißen - auch, um nicht zu viel vorweg zu nehmen, betont Krieger. Sein Ensemble, zusammengewürfelt aus spielfreudigen 13- bis 34-Jährigen, mimt eine Gruppe von Schauspielern, die gegen die ewigen, viel zu seichten Bauernstücke im „Konrad-Plüsch-Theater" meutert und auf eigene Faust eine Tragödie inszenieren will: „Blut für Borislav". Da gibt es eine Gräfin Malenka, unsterblich verliebt in den Fuhrknecht, und den Grafen Borislav, der sich des nachts in einen Vampir verwandelt und durch das Fenster der Schönen einsteigt.

Ein liebestoller Theaterdirektor, eine tote Hauptdarstellerin, ein tolpatschiger Fledermausmann - das Stück nimmt skurrile Wendungen und hält für den Zuschauer manche Überraschung parat. Mit dem „Theater im Theater" lässt sich eben herrlich spielen. Damit das aber für den Zuschauer nicht allzu verwirrend ist, hat Krieger die Bühne in der Mitte geteilt: Rechts die Garderoben und Schminkräume des Plüsch-Ensembles, links deren Bühne für das Stück im Stück.

„Eine Herausforderung ist, dass so viele Leute mitmachen", erklärt der Regisseur.„Das Lustspiel war ursprünglich für eine Freilichtbühne geschrieben, und hier in der Aula haben wir nur begrenzt Platz." Keine leichten Probenbedingungen also. Doch die Theaterlaien nehmen es gelassen, und vor allem: mit Humor. „Wer schaupielern will, muss einfach einen Hau haben", sagt Thomas Krieger. „Die Schauspieler im Stück haben einen, die echten Akteure haben einen, und ich hab' den größten Hau von allen."

Termine: Freitag, 22., und Samstag, 23. September, jeweils 19 Uhr, Karten unter 61 41 645, www.theaterlaien. de oder Abendkasse

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 19.09.2006

 

 

Da brennt doch die Kulisse: Theater im Theater im Theater

Wortwitz und Slapstick bei den TheaterLaien

„Die Himmelfahrt der Oktavia Schlüter", ein Lustspiel in vier Akten, ist das nächste Projekt der TheaterLaien. Am 22. und 23. September jeweils um 19 Uhr stehen die Borbecker Schauspieler in der Aula des Mädchengymnasiums wieder auf der Bühne.

Erst im Mai bewies das eingespielte Ensemble mit der erfolgreichen Inszenierung von Bertolt Brechts Klassiker „Das Leben des Galilei" sein Können.

Nach dieser Tragödie sollte nun wieder etwas Fröhlicheres her. Die große Zahl von 27 Schauspieler machte die Suche nach einem passenden Stück jedoch nicht einfacher. Mit Horst Helfrichs „Die Himmelfahrt der Oktavia Schlüter" haben die Borbecker dann aber genau das Richtige gefunden: Theater im Theater.

Zur Geschichte: Auch die jüngste Aufführung des „Konrad-Plüsch-Theaters" entwickelt sich zu einem Reinfall: Seichtes Bauerntheater gepaart mit schlechten Leistungen der Schauspieler kommt beim Publikum einfach nicht gut an. Auf Wunsch der Schauspieler soll etwas ganz Neues her: die Tragödie „Blut für Borislav". Die verbotene Liebe der Gräfin Malenka zu ihrem Fuhrknecht Gilbert wird gestört durch Graf Borislav. Der treibt nachts als Vampir sein Unwesen und möchte die schöne Gräfin an seiner Seite haben. Als Gilbert sich eines Nachts wieder bei seiner Gräfin einfindet, ist die tot.

Für Theaterdirektor Plüsch (Tim Meier) ist die Besetzung der Gräfin zunächst das Hauptproblem. Als dann die attraktive Schauspielerin Oktavia Schlüter (Pia Sollmann) auftaucht, verliebt sich Plüsch in sie, gibt ihr die Rolle und spielt selbst ihren Geliebten Gilbert. Doch als er sie endlich küssen darf, ist Oktavia Schlüter tot. Das Stück wird Realität und die Suche nach dem Täter beginnt.

Wortwitz, ein wenig Slapstick und besonders die teilweise bizarren Charaktere garantieren viele Lacher. Außerdem versprach der 2006 verstorbene Kulturpreisträger Horst Helfrich selbst eine „verblüffende Auflösung".

Konzentrierte Probenarbeit und schauspielerisches Talent tragen ihren Teil dazu bei - und wenn selbst Regisseur Thomas Krieger, der seit 1991 dabei ist, manchmal Realität und Gespieltes in seinem Theater nicht mehr auseinanderhalten kann, darf man auf einen unterhaltsamen Theaterabend gespannt sein.

1991 als Schülerinitiative entstanden, bringt der Verein TheaterLaien, der aus dem Jungen Borbecker Musiktheater und den TheaterLaien hervorgegangen ist, immer wieder Komödien und Tragödien, Schauspiel und Musiktheater von Shakespeare über Cole Porter bis Goethe auf die Bühne. An Nachwuchs mangelt es nicht: Von den 69 Mitgliedern ist ungefähr die Hälfte regelmäßig aktiv dabei.

Karten für das neue Projekt gibt es unter 6141645, auf www.theaterlaien.de und an der Abendkasse.

Borbecker Nachrichten vom 14.09.2006