Presse

Theaterlaien spielen "Die Physiker"

Unter der Leitung von Thomas Krieger führen die Theaterlaien aus Essen am Dienstag, 3. Juni, um 19 Uhr, in der Vorburg vom Schloss Hardenberg das Stück „Die Physiker" auf.

„Die Physiker" ist eine groteske Tragikomödie des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt, die 1961 geschrieben und im Jahr 1962 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde.

Die Geschichte spielt in der alten Villa des Sanatoriums „Les Cerisiers". Dort werden nur noch drei Patienten behandelt – allesamt Physiker. Einer der drei Wissenschaftler hält sich für „Isaac Newton" und hat seine Krankenschwester erdrosselt. Drei Monate später erdrosselt „Albert Einstein" ebenfalls seine Krankenschwester. Aus diesem Grunde fordert die Regierung, die drei Physiker unter die Aufsicht von Pflegern zu stellen. Allein vom dritten Physiker scheint nach Ansicht der Leiterin des Sanatoriums keine Gefahr auszugehen, da sein Zustand seit 15 Jahren unverändert sei.

Doch schon bald wird klar, dass in „Les Cerisiers" nicht alles so ist, wie es zu sein scheint.

Stadt-Anzeiger Velbert vom 31.05.2008

 

 

TheaterLaien: "Die Physiker" im Gymnasium

Das Stück "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt zeigt das "TheaterLaien" am Freitag, 18. April, um 19 Uhr in der Aula des Mädchengymnasium Borbeck. Der Eintritt zu der Komödie in zwei Akten kostet fünf, ermäßigt drei Euro. Karten unter www.theaterlaien.de und unter 6 14 16 45.

Borbecker Nachrichten vom 10.04.2008

 

 

Kreidestrich für die Leichen?

TheaterLaien bringen "Die Physiker" auf die Bühne

„Akt 1, Szenen eins und zwei stehe heute auf dem Plan“, ruft Tim Meier seinen Schauspielkollegen zu, und langsam versammeln sich alle auf der Theaterbühne. Der 24-Jährige führt Regie beim aktuellen Projekt des TheaterLaien: Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker".

„Im Frühjahr spielen wir meistens ein ernsthaftes Stück, im Herbst dann eine Komödie", erklärt Jung-Regisseur Tim Meier das Konzept des TheaterLaien. Dürrenmatts „Die Physiker" war beim Ensemble schon länger im Gespräch, für das Frühjahr 2008 haben sich die Schauspieler den Klassiker endlich vorgenommen.

Am Freitag und Samstag, 18. und 19. April, soll das Stück in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck zur Aufführung kommen. Die Proben laufen so derzeit auf Hochtouren, Ende März steht für die Schauspieler noch ein probenintensives Wochenende in Bad Honnef an.

Auch wenn „Die Physiker" erst das zweite Stück ist, bei dem Tim Meier Regie führt, ist er begeistert bei der Sache: „Regie zu führen ist zwar sehr zeitaufwändig, macht aber auch großen Spaß." Schließlich muss der Regisseur Probenplan, Bühnenbild, Stückinszenierung und sogar die Applausordnung vorbereiten: „Viele Einfälle kommen aber auch spontan während der Proben." Neben der Regie hat Tim Meier auch selbst eine Rolle in dem Theaterstück übernommen: Er spielt den Kommissar.

Zwei Mal in der Woche, dienstags und mittwochs, probt das TheaterLaien. Auf dem Probenplan stehen immer nur einige wenige Szenen, so dass nicht alle 18 Schauspieler, die an diesem Stück beteiligt sind, zu jeder Probe da sein müssen.

„Anika, stell dir vor. du bist der Herr im Haus. Du bist nicht schnippisch, sondern robust!“ Zu Beginn einer neuen Szene erklärt Tim Meier seinen Schauspielkollegen, wie er sich die Szene vorstellt und wie die Charaktere gespielt werden sollen.

„Sind die Stoffservietten genehmigt?" fragt Sabine Drees noch schnell, bevor es auf die Bühne geht. Tim Meier nickt die Servietten ab - auch das gehört zu seinen Aufgaben: Requisiten und Kostüme absegnen. Dabei geht es oft um Kleinigkeiten wie die Frage, ob die Leiche auf der Bühne mit Kreide oder einem Pinsel umrahmt werden soll.

Danach geht es mit einem ersten Versuch los: Mit Textskripten und den nötigsten Requisiten bewaffnet betreten alle Schauspieler der ersten Szene die Bühne, Tim Meier als Kommissar steht selbst mittendrin.

Weit kommen sie in der Szene nicht: Schon nach ein paar Sätzen unterbricht Tim, um Verbesserungsvorschläge zu machen. „Übertreib es ruhig maßlos", bittet er Anika Winter, die die Rolle der Oberschwester spielt, „Tu interessiert und wichtig. Dein Job macht dir Spaß", weist er .“Gerichtsmedizinerin" Sophie Adams an, die hinter ein paar Stühlen auf dem Bühnenboden Vermessungen vornimmt. Mehrere weitere Anläufe folgen, bis alle ihre Texte weglegen können und schließlich die komplette Szene ein Mal durchgespielt wird.

"Das Ziel ist, den Text bis spätestens zur Premiere auswendig zu können", schmunzelt Tim Meier und schwingt sich dann von der Bühne. Damit er die ganze Bühne im Blick hat, spielen sie die Szene noch einmal, während der Regisseur seinen Text aus dem Publikum spricht.

Irgendwann gelingt die Szene dann auch zu Tims Zufriedenheit. Trotzdem wird sie gemeinsam mit den anderen Szenen des Stücks in den Wochen bis zur ersten Aufführung noch öfter geprobt werden: In den Wochen vor der Premiere stehen schließlich Proben der kompletten Akte, ein Durchlauf und die kostümierte Generalprobe mit allen Requisiten an, damit die Premiere auch sicher ein voller Erfolg wird.

Borbecker Nachrichten vom 13.03.2008