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Fast ernst gemeint Komödie endet wie im Märchen

TheaterLaien bezauberten mit „Feenzauber“

Mit Tina Seglers „Feenzauber“ brachte das TheaterLaien jetzt seine 40. Bühnenproduktion vor das Publikum. Ein kurzweiliger Abend mit tollem Ensemble und vielen Lachern begeisterte die Zuschauer.

Bei Anita und Andreas van Hagen kriselt es in der Ehe. Zwar läuft die gemeinsame Physiotherapie-Praxis gut, die beiden großen Töchter gehen zur Schule und machen keine Probleme, und Söhnchen Jannick hat vor drei Monaten das Familienglück gekrönt. Trotzdem sind beide Ehepartner zunehmend unzufrieden.

Und auch die permanente Anwesenheit von Anitas kratzbürstiger Schwiegermutter Wilhelmine, die ihre Nase gerne in alles steckt, was sie nichts angeht, und ihrer eigentlich besten Freundin Silke, die seit geraumer Zeit als Hausgast in der Wohnung der van Hagens residiert und dabei Andreas schöne Augen macht, beeinflusst die Ehe nicht gerade positiv. Als es dann zum großen Knall kommt, wählen Anita und Andreas mithilfe einer plötzlich auftauchenden „Fee“ einen ungewöhnlichen Weg, um eventuell wieder zueinander zu finden: Sie teilen alles – Wohnung, Arbeit, Kinderbetreuung. Und als wäre das nicht schon schwierig genug, sorgen Familie, Freunde und eine selbsternannte Wahrsagerin dafür, dass es noch turbulenter wird …

Regisseur Thomas Krieger hat für diese „fast schon ernst gemeinte Komödie“, wie sie im Programm angepriesen wird, mit einem ausnehmend guten Ensemble arbeiten können.

Die beiden Hauptcharaktere des Stücks wussten restlos zu überzeugen: Sabine Drees spielte in ihrer Rolle aus Anita besser denn je, und Oliver Schürmann machte mit 20 Jahren Theatererfahrung auch aus Andreas einen runden Charakter, der sich vom anfänglichen Unsympathen dann doch zurück zu einem netten Kerl entwickelte. Doch nicht nur die Hauptcharaktere waren gut gewählt und wichtig, auch viele Nebencharaktere trugen die Komödie in besonderem Maße.

Klaudia Albert und Sigrid Schanze sorgten als Silke und Wilhelmine für bissige Sprüche und vor allem im Zusammenspiel mit Marc Weitkowitz, der als Anitas Bruder Jonas kräftig Kontra gab, dafür, dass kein Auge im Saal trocken blieb. Leoni Gissing zog derweil im kurzen Kleid alle Blicke auf sich und wusste auch schauspielerisch zu überzeugen.

Schauspielerisch zeigte das TheaterLaien dieses Mal nicht nur, dass Regisseur und Ensemble ihr Handwerk wirklich beherrschen, sie bewiesen auch Mut zu neuem. Das Bühnenbild, das den Wohn- und Ess-Bereich der Familie van Hagen zeigte, war gewohnt liebevoll eingerichtet – drei Türen, zwei Billy-Regale und ein Familienfoto inklusive.

Neu war der „Bühnenbau“ im Zuschauerraum. Während die Haupthandlung auf der Bühne spielte, ging es in einer Szene ins Restaurant, das im Zuschauerraum aufgebaut war. Auch hier fehlte kein Detail – Kerzen, Gläser, sogar eine ganze Bar.

Der Aufwand lohnt sich: Hier spielte eine der Schlüsselszenen des Stücks. Während Anita mit ihrem neuen Nachbarn im Restaurant sitzt, sind Andreas und Schwager Jonas gemeinsam im heimischen Wohnzimmer. Die Szene läuft parallel, beide sprechen über ihre Beziehung und die Unterhaltung verläuft nicht nur ähnlich, sondern ist identisch. An mehreren Stellen sprechen Andreas und Anita synchron denselben Text. Die Szene verfehlte ihre Wirkung nicht.

Natürlich darf bei einem Stück, in dem eine Fee eine wichtige Rolle spielt, das Happy End nicht fehlen. Und so endete die Komödie dann auch fast wie im Märchen: Die Guten waren glücklich, die Bösen standen mit leeren Händen da. Und zu den Guten gehörte eindeutig auch das Publikum.

Borbecker Nachrichten vom 22.11.2012

 

 

TheaterLaien mit Feenzauber

"Feenzauber" ist eine "fast schon ernst gemeinte" Komödie überschrieben, die das Theater Laien am 17. und 18. November, um 19 Uhr, auf die Bühne des Mädchengymnasiums (Eingang Drogandstraße) bringt. Tina Segler erdachte das heiter Stück, in dem der Alltag einer Familie auf den Kopf gestellt wird. Der Eintritt kostet sieben, ermäßigt fünf Euro.

Borbecker Nachrichten vom 15.11.2012

 

 

"Feenzauber" im Gymnasium

TheaterLaien laden ein am 17./18. November

Die TheaterLaien führen die Komödie "Feenzauber"" von Tina Segler am 17. und 18. November in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, Fürstäbtissinstraße 52, auf. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 7/ermäßigt 5 Euro.

Zum Inhalt: Bei Anita und Andreas van Hagen sieht der Ehehimmel düster aus. Die gemeinsam aufgebaute Praxis für Physiotherapie läuft zwar gut, die drei Kinder sind gesund, und trotzdem herrscht auf beiden Seiten Unzufriedenheit. Diese wird noch verstärkt - dafür sorgen schon Schwiegermutter Wilhelmine und Silke, eigentlich Anitas beste Freundin, die als Dauergast bei den van Hagens eingezogen ist. Anitas Gastfreundschaft wird dabei auf eine harte Probe gestellt, denn Silke umgarnt Andreas, und dieser fühlt sich davon auch noch angezogen. Eines Tages kommt es zum "großen Knall". Und eine plötzlich auftauchende "Fee" sorgt dafür, dass die van Hagens eine sehr ungewöhnliche Methode wählen, um eventuell wieder zueinander zu finden: Das gesamte Leben wird geteilt, ob Wohnung, Arbeit oder Kinderbetreuung. Und Freunde, Verwandte und eine selbsternannte Wahrsagerin sorgen für reichlich zusätzliche Geschichten und dafür, dass nicht alles zu glatt läuft.

Borbeck Kurier vom 27.10.2012