Franz Arnold und Ernst Bach

Ernst Bach wurde am 10. Mai 1876 im böhmischen Eger geboren. Seine Laufbahn begann er 1894 in Laibach und führte diese dann nach unterschiedlichen Stationen 1899 am Wiener Raimund-Theater fort. 1903 kam er dann nach Berlin und war dort zunächst am Residenztheater engagiert.

Franz Arnold wurde am 28. April 1878 in Znin bei Bromberg geboren. Er begann seine Bühnenlaufbahn 1897 als Schauspieler in Eberswalde. Nach verschiedenen Stationen in der Provinz kam er dann 1907 nach Berlin zum Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater.

1909 lernten sich die beiden in Berlin am Lustspielhaus – von dem sie beide engagiert wurden – kennen. Seitdem verfassten sie gemeinsam zahlreiche Schwänke und Lustspiele, die Ernst Bach selbst inszenierte und in denen beide gemeinsam mitspielten, darunter unter anderem Die spanische Fliege, 1913, und Die schwebende Jungfrau.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Bach Direktor am Volkstheater München, während sich Arnold um die Vermarktung der gemeinsamen Werke an verschiedenen Berliner Bühnen kümmerte. Die beiden produzierten weiter zahlreiche Stücke, die nun sowohl in München als auch in Berlin gespielt wurden, darunter Der kühne Schwimmer, 1922, Der wahre Jakob, 1924, Hurra, ein Junge, 1926, und auch Weekend im Paradies, 1928. Die Zusammenarbeit endete mit Bachs Tod am 1. November 1929. Insgesamt zählen 23 Werke zum Vermächtnis der beiden Erfolgsautoren.

1933 emigrierte Franz Arnold nach England, wo er am 29. September 1960 in London starb.

Die Stücke der beiden gehören zu den Klassikern des Boulevardtheaters. Sie sind unter anderem auch durch die Fernsehübertragungen aus dem Millowitsch- und dem Ohnsorg-Theater einem breiten Publikum bekannt. Aber auch heute stehen die Stücke noch auf den Spielplänen vieler Bühnen.

Daneben wurden viele Werke auch verfilmt, allein das heute gezeigte Stück gleich mehrfach, unter anderem 1965 mit Georg Thomalla und 1973 mit Willy Millowitsch, jeweils für die ARD. In der Fernsehzeitung Hörzu (Ausgabe 12/1973) wurde jedoch für die letzte Verfilmung vor allem Wolfgang Kieling in der Rolle des Ministerialrats Breitenbach gelobt. Dem schloss sich auch das Hamburger Abendblatt in seiner Ausgabe vom 06.03.1973 an.

Thomas Krieger