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Was harmlos beginnt...

TheaterLaien überzeugten mit „Der Gott des Gemetzels“

Zurück zu den Wurzeln: Das "TheaterLaien" begrüßte am Wochenende seine Zuschauer nicht wie gewohnt in der Aula des Mädchengymnasiums Borbeck, sondern in der Aula des Geschwister-Scholl-Realschule, in der das Ensemble von 22 Jahren seine allererste Aufführung zeigte. Für das Ensemble bedeutete das ein bisschen Nostalgie, für die Zuschauer ein wie gewohnt kurzweiliges Theatererlebnis. "Der Gott des Gemetzels" begeisterte.

Yasmina Rezas aus dem Französischen übersetztes Schauspiel "Der Gott des Gemetzels" beobachtet das Ehepaar Véronique und Michel Houillé, das das Ehepaar Annette und Alain Reille empfängt. Der Grund des Treffens ist kein schöner: Der elfjährige Ferdinand Reille hat den gleichaltrigen Bruno Houillé mit einem Stock verprügelt und ihm dabei gleich zwei Schneidezähne ausgeschlagen. Die Eltern wollen den Vorfall nun besprechen.

Das Gespräch beginnt harmlos, verschärft sich aber zusehends. Auch wenn die einzelnen Beteiligten immer wieder versuchen, zu einem zivilisierten Gespräch zurück zu kehren, wird die Atmosphäre immer feindseliger - und das nicht nur zwischen den beiden Elternparteien. Es zeigt sich, dass auch zwischen den Eheleuten nicht alles rosig ist.

Mit nur vier Darstellern, die bei diesem Stück auf der Bühne spielten, präsentierte das TheaterLaien das kleinste Ensemble ihrer Theatergeschichte. Vier Darsteller, ein Akt, keine Pause: Umso wichtiger ist es da, Darsteller zu wählen, die ihr Publikum über rund anderthalb Stunden in das Stück ziehen können. Mit Sabine Drees, die die angriffslustige Véronique gab, Thomas Krieger, der die verschiedenen Facetten von Michel zeigte, Gerlinde Stolz, deren Annette zwei Gesichter offenbarte und Marc Weitkowitz, dessen Alain zwischen Desinteresse und Aggression schwankte, hatte man vier exzellente Schauspieler gewählt, die auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen konnten und somit das Publikum von Anfang bis Ende begeisterten.

Was von den Protagonisten auf der Bühne als unglücklichster Tag ihres Lebens beschrieben wurde, war für die Zuschauer an diesem Wochenende also ein großer Spaß. Ständig kippte die Stimmung - was gerade noch ein freundlich-distanzierten Beisammensein war wird innerhalb von Minuten zu Gekeife und danach wiederum auf angespannten Smalltalk heruntergekocht -, immer wieder wechselten die Fronten - Ehepaar gegen Ehepaar, Ehemann gegen Ehefrau, Frauen gegen Männer, drei gegen einen - und so änderten sich auch die Sympathien für die Charaktere im Minutentakt. Die Schauspieler riefen das ganze Repertoire ihres Könnens ab, wechselten in Sekunden von Lachen zu Weinen, erbrachen sich extrem überzeugend auf der Bühne, warfen Gegenstände, gingen verbal und körperlich aufeinander los.

"Da stimmte einfach alles", war darum die einhellige Meinung des Publikums am Ende des Abends, nachdem man das Ensemble mit Ovationen von der Bühne verabschiedet hatte. Und das TheaterLaien konnte dann auch noch mit einer weiteren Nachricht begeistern: Auf die nächste Produktion müsse alle Freunde des Ensembles nicht, wie üblich, bis zum Herbst warten.

Bereits am Samstag und Sonntag, 22. und 23. Juni, stehen die Schauspieler schon wieder auf der Bühne. Dieses Mal mit dem Musical "My Fair Lady".

Borbecker Nachrichten vom 02.05.2013

 

 

Eskalation eines Elternstreits

Was Polanski verfilmte, bringen die Borbecker Theaterlaien auf die Bühne

Eine Rauferei unter Kindern wird zum Ausgangspunkt für einen Kleinkrieg unter zwei Elternpaaren: Mit ihrem Stück "Der Gott des Gemetzels" mit ebendieser Handlung hat die Bühnenautorin Yasmina Reza sogar den Sprung nach Hollywood geschafft, die Verfilmung mit Christopher Waltz und Kate Winslet war ein beachtlicher Erfolg. Die Borbecker Theaterlaien holen den Stoff nun zurück auf die Bühne: Heute und morgen Abend ist das Stück in der Aula der Geschwister-Scholl-Realschule zu sehen.

Es sind durchaus große Fußstapfen, in die Regisseur Thomas Krieger da tritt, denn immerhin war es das Regie-Genie Roman Polanski, der die schwarze Komödie für die Leinwand adaptiert hat. Doch beeinflussen habe er sich davon nicht lassen. "Ich kenne den Film zwar, aber ich habe ihn mir extra nicht noch mal vorher gesehen", so Krieger. Schließlich müsste man sein eigenes Ding machen.

Eine Gemeinsamkeit ist jedoch schon am Bühnenbild erkennbar: der naturalistische Ansatz. Das moderne Wohnzimmer der Familie Houillé wird sichtbar, wo Véronique und Michel Houillé die Eltern des elfjährigen Ferdinand, Annette und Alain Reille, empfangen. Denn Ferdinand hat Bruno, dem gleichaltrigen Sohn der Houillés, mit einem Stock zwei Zähne ausgeschlagen und die Reilles wollen sich dafür entschuldigen. Was wie ein harmloses Gespräch beginnt, bekommt nach und nach aggressivere Untertöne. Die kultivierten Oberflächen der Familien beginnen zu bröckeln, ein handfester Streit entfacht, in dem die Kontrahenten untereinander immer wieder neue Koalitionen eingehen.

Zwar ist bekannt, dass die Autorin Yasmina Reza keine naturalistische Inszenierung ihres Stücks wünscht, doch auch wenn bei Thomas Kriegers Version ein Tisch ein Tisch, eine Couch eine Couch und ein Regal ein Regal ist, glaubt er, dass er durchaus in ihrem Sinne handelt: "Sie will nicht dem Boulevardtheater zugeordnet werden", erläutert Krieger. "Ich denke, dass es uns gelingt, dementsprechende Akzente zu setzen." So habe das Stück durchaus einige Lacher, doch gebe es immer wieder Situationen, in denen das Lachen im Halse steckenbleibt. Außerdem verzichte man - in Rezas Sinne - auf überflüssige Bühnenelemente.

Den Reiz des Stückes mache seine Aktualität aus, findet Krieger: "Es ist sehr realistisch, und ich denke, viele Zuschauer werden sich so manches Mal in den Figuren wiedererkennen." Außerdem sei es spannend, dabei zuzusehen, wie die Kontrahenten langsam ihre Masken fallen lassen.

Thomas Krieger, der hauptberuflich in der Personalabteilung der Sparkasse Mülheim tätig ist, lebt seine Theaterleidenschaft in diesem Stück übrigens nicht nur als Regisseur aus, er übernimmt auch als Michel eine der vier Rollen. "Eine besondere Herausforderung", unterstreicht er. Zwar habe er bislang in seinen über 20 Inszenierungen ebenfalls meistens mitgespielt, aber "das waren aber meist nur eher kleinere Rollen". Hier steht Thomas Krieger - wie seine drei Mitstreiter auch - die gesamte Zeit auf der Bühne. Und streitet munter mit.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 26.04.2013

 

 

"Der Gott des Gemetzels" schlägt in Borbeck zu

"TheaterLaien" zeigt neues Stück Ende April in der Realschule

"TheaterLaien" präsentiert am 26. und 27. April um 19 Uhr das Schauspiel "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza, diesmal in der Geschwister-Scholl-Realschule in der Hülsmannstra0e 46 in Borbeck. Angriffe auf das Zwerchfell sind vorprogrammiert.

Der elfjährige Ferdinand Reille hat den gleichaltrigen Bruno Houillé mit einem Stock verprügelt und ihm dabei zwei Schneidezähne ausgeschlagen. Ferdinands Eltern Annette (Gerlinde Stolz) und Alain (Marc Weitkowitz) besuchen Brunos Eltern Véronique (Sabine Drees) und Michel (Thomas Krieger), um das Geschehen "wie zivilisierte Menschen" zu diskutieren.

Das Gespräch beginnt harmlos, man gibt sich friedvoll und kultiviert. Doch nach und nach erhält der Konflikt einen anderen Ton. Schwachpunkte der einzelnen Lebensläufe, die die Beteiligten so sorgfältig zu überdecken versuchen, drängen an die Oberfläche.

Die Atmosphäre wird zunehmend aggressiver und die Beurteilung des Geschehens der Söhne immer subjektiver. Schließlich lassen beide Paare ihre eleganten Wohlstandsmasken fallen und begeben sich in einen Streit, in dem die Koalitionen paarübergreifend wechseln. Das alles wäre verachtenswert - wenn es nicht so wahnsinnig lustig wäre.

"TheaterLaien" inszeniert mit dieser Aufführung ein Vier-Personen-Stück, besetzt mit vier seiner besten Schauspieler.

Thomas Krieger, der als Allround-Talent bereits seit 20 Jahren sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur erfolgreich tätig ist, konnte kürzlich mit der Regie der Komödie "Feenzauber" glänzen. Sabine Drees, die auch starke gesangliche Qualitäten hat, kann in diesem Stück erneut ihre schauspielerischen Stärken zeigen. Marc Weitkowitz, ebenfalls seit der Geburtsstunde des "TheaterLaien" dabei, entdeckte bereits zu Schulzeiten seine Leidenschaft zum Theater und lieferte zuletzt in "Feenzauber" einen wortwitzigen Schlagabtausch mit Schwiegermutter Wilhelmine, bei der kein Auge trocken blieb.

Hervorragend ergänzt wird das Quartett durch Gerlinde Stolz, die bereits in "Zeugin der Anklage" gezeigt hat, dass sie sich nicht hinter den "alten Hasen" zu verstecken braucht.

Wer bei diesem Treffen "Mäuschen spielen" und sich ansehen möchte, was man sonst nur undeutlich durch die Wand zur Nachbarwohnung hört, kann das am 26. und 27. April um jeweils 19 Uhr tun.

Die Aufführungen finden in der Geschwister-Scholl-Realschule in der Hülsmannstraße 46 in Borbeck statt (Eingang über den Schulhof).

Karten zu 7 Euro und ermäßigt 5 Euro gibt es telefonisch unter 0201/614 16 45 oder unter www.theaterlaien.de im Internet. Eventuell gibt es auch noch Karten an der Abendkasse.

Borbeck Kurier vom 13.04.2013

 

 

Beim Streit fallen die Masken

TheaterLaien bringen "Gott des Gemetzels" auf die Bühne

Zu den erfolgreichsten Theaterstücken der letzten Jahrzehnte wird das Stück "Der Gott des Gemetzels" gezählt. Die TheaterLaien bringen jetzt das Stück auf die Bühne.

Aus der Feder von Yasmina Reza (französischer Originaltitel: Le dieu du carnage) schildert das Stück ein Gespräch zwischen kultivierten Paaren, die sich eigentlich über einen handgreiflichen Streit ihrer Söhne auseinandersetzen wollen. Doch die Situation eskaliert, die Koalitionen wechseln, der Krach scheint unüberbrückbar...

Premiere feiern die TheaterLaien mit dem Stück am Freitag, 26. April, um 19 Uhr in der Aula der Geschwister-Scholl-Realschule, Hülsmannstraße 46. Gespielt wird auch am Samstag, 27. April, ebenfalls um 19 Uhr in der Geschwister-Scholl-Realschule. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Karten gibt es unter 61 41 645, karten@theaterlaien.de, unter www.theaterlaien.de oder an der Abendkasse.

Darsteller sind Sabine Drees, Gerlinde Stolz, Thomas Krieger und Marc Weitkowitz. Inszenierung und Bühnenbild: Thomas Krieger; die Gesamtleitung hat Tim Meier.

Ebenfalls eine Herausforderung ist ein zweites Projekt der Laien. Mit "My Fair Lady" wollen die Mimen eines der bekanntesten Musicals nach Borbeck holen und auf der Bühne präsentieren.

Hierzu wird nach langer Zeit wieder ein kleines Orchester zusammengestellt. Das Stück wird in Kooperation mit dem "Ensemble camerata assindia" um dem Chor des Gymnasiums Borbeck auf die Beine gestellt. Die Regie hat Tim Meier, das Dirigat liegt in den Händen von Björn Spörkel, Stephan Müller hat die Chorleitung inne, Gesamtleiter des Projektes ist Thomas Krieger. Die Proben sind im Januar gestartet. Die Aufführungen sind für den 22. und 23. Juni, ebenfalls in der Aula der Geschwister-Scholl-Realschule, geplant.

Borbecker Nachrichten vom 11.04.2013

 

 

TheaterLaien: Gott des Gemetzels

Das Stück "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza zeigen die "TheaterLaien" am Freitag, 26. April, um 19 Uhr in der Aula der Geschwister-Scholl-Realschule, Hülsmannstraße 46.

Der Inhalt: Das Ehepaar Véronique und Michel Houillé (Sabine Drees und Thomas Krieger) empfängt das Ehepaar Annette und Alain Reille (Gerlinde Stolz und Marc Weitkowitz).

Der elfjährige Ferdinand Reille hat den gleichaltrigen Bruno Houllié verprügelt. Die Eltern der beiden sind zusammengekommen, um das Geschehen zu diskutieren. Das Gespräch beginnt harmlos: Annette und Alain geben sich schuldbewusst, und Véronique und Michel geben zu verstehen, dass sie eine friedvolle Übereinkunft möchten.

Doch langsam erhält der Konflikt einen anderen Ton. Nach und nach drängen die Schwachpunkte der einzelnen Lebensläufe an die Oberfläche. Die Atmosphäre wird zunehmend aggressiver und somit auch die Beurteilung der Tat des elfjährigen Ferdinand und die Beurteilung der Opferrolle von Bruno. Die Beziehung zwischen den Söhnen sollte wiederhergestellt werden, doch dann lassen die beiden Paare ihre eleganten Wohlstandsmasken fallen und begeben sich in einen Streit, wobei die Koalitionen wechseln.

Einzig Alain fühlt sich letztlich in seiner Weltanschauung bestätigt. Er hat immer an den Gott des Gemetzels geglaubt.

Der Eintritt kostet sieben, ermäßigt fünf Euro. Karten gibt es unter 614 16 45, E-Mail: karten@theaterlaien.de, unter www.theaterlaien.de und an der Abendkasse.

Borbecker Nachrichten vom 28.03.2013

 

 

Gott des Gemetzels und My Fair Lady

TheaterLaien haben eine Menge vor

Die TheaterLaien haben sich für 2013 viel vorgenommen. Das zeigt ein Blick in ihren neuen Newsletter.

Für das kommende Jahr ist die Aufführung des "Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza geplant. Dieses Stück hat spätestens seit der Verfilmung von Roman Polanski nicht nur unter Theaterbesuchern viele Fans.

"Damit wagen wir uns erstmals an ein Vier-Personen-Stück, eine neue Herausforderung also, auf die wir uns schon besonders freuen", so die laien.

Die Proben haben Anfang Dezember begonnen, die Aufführungen sind für den 26. und 27. April geplant.

Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Tim Meier, Regie führt Thomas Krieger.

Und weiter: "Ebenfalls eine Herausforderung wird das Projekt, welches wir ebenfalls für das nächste Jahr planen. Mit 'My Fair Lady' wollen wir eines der bekanntesten Musicals nach Borbeck holen und auf der Bühne präsentieren. Hierzu werden wir auch nach langer Zeit wieder ein kleines Orchester zusammenstellen. Die Stück wird in Kooperation mit den Ensemble camerata assindia und dem Chor des Gymnasium Borbeck durchgeführt."

Die Proben werden im Januar starten. Die Aufführungen sind für den 22. und 23. Juni geplant, das Probenwochenende soll vom 24. bis 26. Mai stattfinden.

Die Regie wird Tim Meier übernehmen, das Dirigat wird von Björn Spörkel übernommen, Stephan Müller hat die Chorleitung inne, Gesamtleiter des Projektes ist Thomas Krieger.

Borbecker Nachrichten vom 10.01.2013