Ken Parker

In Zeiten des Internets, welches ja ein geradezu unerschöpflicher Quell menschlichen Wissens zu sein scheint, sollte man annehmen, dass man Informationen, die man benötigt, nach einer mehr oder weniger ausführlichen Suche auch finden sollte. So ging es mir und anderen Redakteuren unserer Programmhefte zumindest meistens, wenn wir beispielsweise Informationen über die Autoren unserer Theaterstücke benötigten, um einen kurzen Abriss über ihr Werk und ihr Leben zu verfassen.

Doch dieses Mal ließ uns diese - wie auch andere Quellen - leider im Stich. Und so können wir Ihnen an dieser Stelle - zum zweiten Mal in den vergangenen zwanzig Jahren - leider nur relativ wenig an dieser Stelle über den Autoren von Appartement mit eigenem Mord weitergeben.

Gesichert ist, dass Ken Parker dieses Theaterstück 1951 unter dem Original- Titel There's always a Murder veröffentlicht hat, was die - unbestätigte - Vermutung nahelegt, dass das Stück auch in diesem Jahr uraufgeführt wurde. Eine gesicherte deutsche Aufführung datiert aus dem Jahr 1973.

Ken Parker hat neben diesem Stück noch mindestens zwei weitere Theaterstücke verfasst: Ein Lustspiel mit dem Titel A Cat has Nine, das in Deutschland unter dem Titel Die Stoppuhr-Familie läuft und zumindest dem Originaltitel nach ähnlich wie das von uns gespielte Stück eine Prise schwarzen Humors verspricht.

Das zweite Stück trägt den Titel The surrounding mist (zu deutsch in etwa "Der umliegende Nebel"), welches als "Comedy-Drama" untertitelt ist. Der Autor scheint also eine Vorliebe für dubiose Geschichten zu haben.

Über diese Stücke hinaus gibt es noch Hinweise auf weitere Werke von Ken Parker, denn es gibt ein Buch, welches "acht Stücke, geschrieben für die Bühne und für das Fernsehen" enthält.

Weitere Informationen liegen uns leider nicht vor. So müssen wir Ihnen das Geburtsdatum, den Geburtsort, die Familie und alles, was Sie möglicherweise noch interessieren könnte, vorenthalten.

Trotzdem hoffen wir, dass wir Ihnen auch mit dem von diesem weitestgehend unbekannten Autor verfassten Stück einen unterhaltsamen, lustigen aber auch spannenden Abend präsentieren können und Sie - in Anlehnung an unser letztes Stück - "das Theater fröhlich und beschwipst - Verzeihung, beschwingt verlassen werden.

In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen.

Thomas Krieger