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Junges Musiktheater bringt "Kiss me, Kate" auf die Bühne

Borbecker haben schon sechs Aufführungen einstudiert

Sie nennen sich "Junges Borbec­ker Musiktheater", doch man kennt sie schon seit langem. Schließlich standen sie schon mit fünf verschiedenen Inszenierun­gen auf der Bühne.

Sie ließen Carl Orffs "Die Kluge" schluchzen, den "Dorfbarbier" das Dorf rasieren, sie verübten den "Mord im Morgengrauen", schick­ten "Die pfiffige Magd" auf die Büh­ne und feierten "Figaros Hochzeit". Jetzt haben sie Cole Porters "Kiss me, Kate" ausgegraben. Ein Ever­green unter den Musicals.

"'Kiss me, Kate' ist Porters be­kanntestes Musical. Das liegt an den zahlreichen Ohrwürmern", er­klären Arne Kovac und Björn Hue­stege vom Jungen Borbecker Mu­siktheater-Ensemble.

Die Handlung dreht sich - wie so oft - um die Liebe. Und außerdem um eine nicht besonders erfolgrei­che Schauspielgruppe, die eine Tournee mit Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" star­tet. Ein Stück im Stück also, bei dem Björn Huestege den Produzen­ten und männlichen Hauptdarstel­ler Frederick Graham mimt, der gleichzeitig Ex-Ehemann des Hol­lywood-Stars Lilli Vanessi (gespielt von Britta Steffens) ist und die Fä­den in der Hand hält.

Frederick und Lilli lieben sich noch immer - doch sie gestehen es sich erst sehr spät ein. Es gibt noch ein zweites Paar mit Beziehungs­problemen: Die lispelnde Lois Lane (gespielt von Tanja Beyersdorf) möchte gern ein Star werden und schläft sich durch alle Betten. Da­mit hat ihr spielsüchtiger Freund Bill Calhoun (gespielt von Frank Wilde) berechtigt seine Probleme.

Für große Verwirrung sorgt dann noch ein Schuldschein, den Bill mit Fredericks Namen unterschrieben hat. Frederick gerät ganz schön in die Bredouille, als zwei skurrile Gängster auf den Plan treten, um das Geld einzutreiben! Die Zu­schauer dürfen sich also auf eine spritzige Inszenierung mit vielen Gags freuen, bei der Frank Wilde die Regie führt. Unter der musikali­schen Leitung von Arne Kovac spielt ein kleines Kammerorche­ster. Es singen Solisten des Jungen Borbecker Musiktheaters und der Chor des Gymnasiums Borbeck (Einstudierung: Stephan Müller). Bühnenbild und Kostüme stammen von Christina Padberg.

Aufführungen sind am Mittwoch und Freitag, 25. und 27. März, je­weils um 19 Uhr in der Aula das Mädchengymnasiums. Der Eintritt kostet 10, ermäßigt 5 DM. Telefoni­sche Kartenvorbestellung bei Arne Kovac, 8 67 50 77 oder 183-3926.

Borbecker Nachrichten vom 05.03.1998