Michael Cooney

Michael Cooney kommt aus einer britischen Theaterfamilie - sein Vater ist Ray Cooney, berühmter Autor, Schauspieler und Regisseur, seine Mutter ist Artistin und Schauspielerin.

Michael, 1967 in London geboren, begann zu schreiben, während er am Lee-Strasberg-Theater-Institut in New York studierte, trat in eine Film- und Fernsehproduktionsfirma ein und fand nebenbei Zeit, 17 Drehbücher zu schreiben. Mit seinen Partnern Jeremy Paige und Vicki Slotnick gründete er die Filmproduktionsfirma „Story Teller Films“.

Seine Farce „Und ewig rauschen die Gelder“ („Cash on Delivery“) um einen Arbeitslosen, der in einem wild-komischen Parcours die verschiedenen finanziellen Segnungen des Sozialstaats auch gegen ihn kontrollierende Prüfer vom Sozialamt verteidigt, zeigt, wie perfekt und pointengenau Michael Cooney die Kunst der britischen Boulevardkomödie beherrscht. Seine Thriller „The Dark Side“ und „Point of Death“ konnten auf englischen Bühnen ebenfalls Erfolge feiern. Dabei ist gerade sein mystischer Psycho-Thriller „Die Hölle wartet nicht“ („Point of Death“) ein Meisterwerk der Finten und Fallen um einen Mann, der im Krankenhaus aufwacht. Was ist ihm passiert? Ist er wirklich vergiftet worden? Und was ist ihm in den letzten zwei Jahren geschehen? Er kann sich an nichts erinnern. Nach und nach fallen ihm Geschehnisse der Vergangenheit ein - und er erfährt Dinge über sich, die er lieber nicht wüsste. Und die Glocke der Verdammten klingt in seinen Ohren... 2003 wurde das Theaterstück unter dem Titel „The I inside - Im Auge des Todes“ verfilmt. In London und darüber hinaus gilt Cooney bereits als große Entdeckung - bei seinen dramatischen Fähigkeiten kein Wunder!

Die eigentliche Berufung Cooneys - der zwischenzeitlich nach Hollywood umsiedelte - scheint jedoch der Psycho- und Horror-Thriller zu sein. Seine Filme „Jack Frost - der eiskalte Killer“ (1996) und „Jack Frost 2 - Die Rache des Killerschneemanns“ (2000) sowie sein Film „Identität - Identity“ (2003) haben bei den Freunden dieses Genres bereits Kultstatus erreicht.

Weitere Drehbücher schrieb er für „Tracks of a Killer - eiskalte Rache“ (1995) sowie „Der Psycho-Mörder“ („Murder in Mind“, 1997), das auf seinem gleichnamigen Bühnenstück basiert. Bei verschiedenen Theater- und Filmprojekten führte Cooney auch Regie.

Eine ganz andere Seite des Autors kommt in seinen Kinderbüchern „George the Germ“ und „Fantastic Adventures in a Land of Wishful Thanking“ zu Tage.

Thomas Krieger