Der Inhalt

Erster Akt

Freitagvormittag im Ministerium. Regierungsrat Dittchen, der am Vortag bei der Beförderung mal wieder übergangen worden ist, erscheint nicht im Büro. Während sich Wuttke große Sorgen um Dittchen macht, nutzt Assessor Winkler die Situation und verabredet sich für das Wochenende mit Lore Dittrich, einer Stenotypistin, auf die er schon längere Zeit ein Auge geworfen hat, zu einem Ausflug. Auch die übrigen Beamten befinden sich schon in Weekend-Stimmung, insbesondere der neu ernannte Oberregierungsrat von Giersdorf, der statt Dittchen befördert wurde – wohl auch, weil sein Onkel Minister ist – ist bester Laune.

Schließlich erscheint Dittchen mit etwas Verspätung am Arbeitsplatz. Er hat sich am Vorabend betrunken und weiß nicht so recht, was passiert ist und wie er nach Hause gekommen ist. Die plötzlich auftauchende Tutti kann Dittchen nicht nur seine Wohnungsschlüssel zurückgeben, sondern auch schildern, was sich zugetragen hat: Da Dittchens Frau Hedwig so gerne „Frau Oberregierungsrat“ geworden wäre, hat sich Dittchen so sehr gegrämt, dass er abends in der Weißen Maus der wildfremden Tutti sein Leid geklagt hatte. Ein Herr vom Nachbartisch, der „Kakadu“, wollte seinerseits nähere Bekanntschaft mit Tutti schließen, und so kam es zwischen Dittchen und dem „Kakadu“ zu einer Rangelei, aus der Dittchen eine Backpfeife mitbekommen hatte, woraufhin Tutti Dittchen dann nach Hause brachte. Da Dittchen seine Frau aus einem Kurzurlaub zurückerwartet, schickt er Tutti fort.

Da erscheint von Giersdorf mit der Abgeordneten Haubenschild, die als Präsidentin von über 200 Frauenvereinen insbesondere der zunehmenden Sittenlosigkeit den Kampf angesagt hat und auf Unterstützung aus der Beamtenschaft hofft. Während Dittchen und Haubenschild den gerade aus dem Urlaub zurückgekehrten Ministerialrat Breitenbach aufsuchen, trifft von Giersdorf auf Tutti, die er bereits vor drei Jahren kurz kennengelernt hatte und nun für Dittchens Frau hält. Als von Giersdorf mitbekommt, wie sehr Dittchen ihn verabscheut, verabredet er sich aus Rache mit Tutti fürs Wochenende.

Dittchens richtige Frau Hedwig ist wie erwartet enttäuscht, dass ihr Mann schon wieder nicht befördert wurde, und will nun beim Personalreferenten, Ministerialrat Breitenbach, ein gutes Wort für ihren Mann einlegen. Hedwig und Breitenbach haben sich auf der Rückreise ihres Urlaubes kennengelernt und nun verabredet sich Hedwig mit Breitenbach zu einem Wochenendausflug, ohne dass dieser weiß, wer Hedwig ist.

Schließlich erscheint die sehr aufgebrachte Frau Badrian, um sich über die Zustände im Hotel zum Paradies am Schnakensee zu beschweren. Dort verkehren lauter Liebespaare, die sich als verheiratet ausgeben, und veranstalten wilde Partys, was dem Ruhebedürfnis der Villenbesitzerin Badrian entgegensteht. Dittchen wittert nun seine Chance, endlich Initiative zu zeigen und so doch noch seine Karriere in Gang zu setzen, und verspricht Frau Badrian seine Hilfe.

Zweiter Akt

Im Hotel zum Paradies sind die Vorbereitungen für ein vergnügtes Wochenende getroffen, fast alles ist ausgebucht. Besitzerin Brose und Portier Löffler sind begeistert, auch wenn wieder Ärger mit den Nachbarn droht. Doch die Ortspolizei wird weiter bestochen, dem guten Geschäft steht also nichts im Wege.

Nur wenige Gäste – wie ein gewisser Herr Lehmann – versuchen vergeblich, Anschluss zu bekommen, die meisten „stürzen sich vergnügt in die Fluten“. Unter den Gästen sind auch Winkler und Lore, von Giersdorf und Tutti sowie Breitenbach und Hedwig. Letztere schreiben sich unter falschem Namen ein, wobei die Damen von den fortlaufenden Avancen ihrer Begleiter nicht uneingeschränkt begeistert sind.

Dittchen hat sich zur Verstärkung den Kriminalwachtmeister Seidel mitgebracht, der eigentlich seinen „Schlaftag“ hätte und somit nicht immer dem Geschehen aufmerksam folgt. Daher nimmt Dittchen die „Ermittlungen“ zunächst alleine auf und trifft dabei zunächst auf Tutti, die von der Einladung, die sie von Herrn von Giersdorf erhalten hat, und dessen Verwechslung, berichtet. Beide beschließen, von Giersdorf eine Falle zu stellen, und so „erwischt“ kurze Zeit später Dittchen den verhassten Kollegen mit seiner vermeintlichen Frau.

Neben Dittchen hat sich auch die Abgeordnete Haubenschild auf den Weg ins Hotel zum Paradies gemacht, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Und so findet sich fast das gesamte Ministerium in dem Vergnügungshotel wieder, was zu der ein oder anderen überraschenden und peinlichen Begegnung führt.

Dritter Akt

Am Montagmorgen herrscht im Ministerium Katerstimmung. Während sich Winkler und Lore verlobt haben, sind die übrigen Beamten vor allem darauf erpicht, dass Dittchen sie in seinem Bericht, den er verfasst hat, nicht schlecht dastehen lässt und so für einen Skandal sorgt. Um Dittchen zu motivieren, die entsprechenden Stellen im Bericht zu streichen, bekommt Dittchen nun seine erhoffte Beförderung und merkt dabei, was er all die Jahre falsch gemacht hat. Mit neuer Motivation zeigt er nun eine neue Seite von sich.

Als dann der neu ernannte Ministerialdirektor, Herr Dr. Grimmeisen aus Kassel, seinen Posten antritt, gibt es noch einmal große Überraschungen für alle Beteiligten. Und Frau Badrian versucht mehrfach vergeblich, sich über Dittchen zu beschweren ...

Thomas Krieger